Heftiger Unfall

Norris tobt: "Der sollte nicht in der Formel 1 fahren"

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Beim Formel-1-Rennen in Baku erlebte McLaren ein echtes Desaster. Nach einem heftigen Unfall tobt Lando Norris.
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Großer Preis von Aserbaidschan. Beim Safety-Car-Restart in Runde 35 endete das Rennen in Baku für Lando Norris unverschuldet: Franco Colapinto kollidierte in der ersten Kurve mit seinem Alpine-Teamkollegen Pierre Gasly und schob dessen Wagen in den McLaren von Norris. Damit platzte für den Briten, der nun aussichtslose 116 Punkte hinter WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli liegt, der Traum von der Titelverteidigung endgültig.

Norris tobt nach Crash und fordert Sperre

Entsprechend wütend reagierte Norris nach seinem Ausfall: "Ich wurde rausgedrängt. Von Fahrern, die nicht in der Formel 1 sein sollten", schimpfte er und forderte von der FIA eine Rennsperre für Colapinto. Da auch Teamkollege Oscar Piastri als 14. punktelos blieb, verbuchte McLaren einen "Tag zum Vergessen".

Der Brite Lando Norris von McLaren wirkt niedergeschlagen, als er nach seinem Unfall beim Safety-Car-Restart während des Formel-1-Grand-Prix von Aserbaidschan auf dem Baku City Circuit ins Fahrerlager zurückkehrt. © Getty Images

Verstappen: "Rennsperre ist ein bisschen übertrieben"

Norris' Forderung nach einer Sperre stieß bei der Konkurrenz jedoch auf Gegenwind. Max Verstappen betonte, dass Colapinto seinen Fehler bereue und sich entschuldigt habe; eine Sperre sei übertrieben.

Baku-Sieger George Russell sah das ähnlich: "Es war ein kleiner Fehler, der große Auswirkungen hatte. Ich persönlich bin der Meinung, dass Rennsperren nur verhängt werden sollten, wenn Fahrer absichtlich etwas sehr Gefährliches und sehr Rücksichtsloses tun."

Die Rennkommissare verhängten am Abend schließlich eine Zehn-Sekunden-Strafe gegen den Argentinier, die für das nächste Rennen in Malaysia in eine Strafversetzung um fünf Startplätze umgewandelt wird.

Im Netz zog der Vorfall indes einen Shitstorm gegen Norris nach sich. Da Teile der Colapinto-Fans als aggressiv gelten und zuvor bereits Gasly bedroht hatten, zog Alpine-Boss Flavio Briatore eine klare Grenze: Sollten die Attacken anhalten, werde Colapinto der argentinischen Presse keine Interviews mehr geben dürfen.