Gäste evakuiert

Notfall! Hubschrauber-Einsatz auf Kreuzfahrt-Schiff

© Corbis via Getty Images
Zu erschreckenden Szenen kam es für Urlauber auf einem AIDA-Kreuzfahrtschiff an der Ostküste der USA, kurz bevor der Ozean-Riese Kurs auf die Karibik nahm.
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Auf dem Kreuzfahrtschiff "AIDAdiva" hat sich in der Nacht auf Freitag während der Fahrt nach New York ein ernster medizinischer Notfall ereignet. Ein Rettungshubschrauber musste angefordert werden, um die betroffene Person direkt von Bord zur weiteren Behandlung in ein Spital an Land zu fliegen.

Nachdem das Kreuzfahrtschiff am Mittwoch den Hafen von Baltimore im US-Bundesstaat Maryland verlassen hatte, nahm die Reise entlang der amerikanischen Ostküste zunächst ihren gewohnten Verlauf. In den frühen Morgenstunden des Freitags kam es jedoch an Bord zu einer akuten medizinischen Krisensituation. Wie das Fachportal "Schiffe und Kreuzfahrten" berichtet, handelte es sich um einen derart ernsten Zustand, dass die Schiffsführung gemeinsam mit dem medizinischen Personal entschied, den Patienten unverzüglich an Land bringen zu lassen.

Da sich der Ozeanriese zu diesem Zeitpunkt auf offener See befand, war ein direkter Transport mit herkömmlichen Mitteln ausgeschlossen. In enger Abstimmung mit den zuständigen US-Behörden und Rettungsleitstellen wurde ein Rettungshubschrauber angefordert. Um die Flugzeit des Helikopters zu verkürzen und ein sicheres Winch-Manöver zur Aufnahme des Erkrankten zu ermöglichen, leitete die Schiffsführung um 1.40 Uhr Ortszeit eine gezielte Kursänderung ein. Das Schiff steuerte näher an die Küstenlinie heran, um dem Rettungsfluggerät auf dem Atlantik entgegenzukommen.

Vollgas mit 21 Knoten in Richtung New York

Nachdem der Patient sicher vom Helikopter übernommen und zur weiteren Versorgung in eine Klinik geflogen worden war, stand die Schiffsführung vor der nächsten logistischen Herausforderung. Um den strikten Fahrplan einzuhalten und den Hafen von New York City wie geplant zu erreichen, nahm die "AIDAdiva" wieder direkten Kurs auf die Millionenmetropole.

Dabei wurde die Geschwindigkeit massiv erhöht: Zeitweise pflügte das Schiff mit mehr als 21 Knoten (rund 39 km/h) durch das Wasser, um die durch das Ausweichmanöver verlorene Zeit wieder aufzuholen. Das Manöver gelang ohne weitere Zwischenfälle.

Die Passagiere an Bord wurden durch die Ereignisse in ihrem Reisekomfort kaum beeinträchtigt. Am Freitagmorgen bot sich den Reisenden bei der Einfahrt in den Hafen der spektakuläre Blick auf die weltberühmte Freiheitsstatue sowie die Skyline von Manhattan. Es war das Ende einer zwölftägigen Rundreise entlang der amerikanischen Ostküste. Am Samstag steht in New York der Passagierwechsel an, bevor die "AIDAdiva" zu ihrer nächsten Etappe in Richtung Karibik mit Kurs auf die Bahamas ablegt.