Geflogen
Österreicher holt Weltrekord: Mit 200 km/h durch Felsenloch
Der Extremsportler Lukas Loibl ist für seine spektakulären Aktionen bekannt, doch sein jüngster Flug sichert ihm nun einen Eintrag in den Geschichtsbüchern. Über dem berühmten Grünen See in Tragöß donnerte der gebürtige Niederösterreicher mit einer Geschwindigkeit von rund 200 km/h durch eine Felsöffnung an der "Meßnerin". Das Tor in der Felsflanke wird auf eine Größe von etwa 10 mal 15 Meter geschätzt und gilt laut alten Tourenbeschreibungen schon seit dem Jahr 1873 als "sehr gefährliche Passage beim Gemstreiben".
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Perfekte Vorbereitung für Rekord
Für Loibl war es bereits das zehnte Felsentor in Europa, das er durchflog, womit er sich offiziell den Weltrekord holte. Begleitet wurde er bei dem riskanten Manöver von einem Hubschrauber, Kameraleuten, der Bergrettung sowie dem erfahrenen Wingsuit-Flieger Michael Maili aus dem Mürztal. Maili flog selbst im Wingsuit mit und filmte das Geschehen aus der Vogelperspektive. "Es hat schon sehr viel Vorbereitung und ganz genaues Training gebraucht", schildert der Brucker laut "Kleine Zeitung" den Ablauf. Wetter, Wind und alle weiteren Parameter mussten exakt passen, bevor der Versuch gewagt wurde. Maili fügte erleichtert hinzu: "Zum Glück ist alles gut gegangen."
Königsdisziplin des Base-Jumpens
Der Kameramann schätzt Loibl, der aus dem Bezirk Scheibbs stammt und aktuell in der Schweiz lebt, als den ideenreichsten Springer weltweit ein. Der Athlet verbindet das Fliegen und Bergsteigen auf höchstem Niveau, klettert oft in Rekordzeiten mit Steigeisen auf die Gipfel und springt anschließend direkt ab. Laut Maili ist diese Kombination aus Alpinismus und Flugkunst im Sport "so etwas wie die Königsdisziplin des Base-Jumpens."