Das sagt ÖSTERREICH

Ohne Ruck-Tritt stürzt ÖVP noch weiter ab!

© TZOe Artner
Ein Kommentar von ÖSTERREICH-Herausgeber Wolfgang Fellner.
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Walter Ruck verhilft der ÖVP so wie einst Kammer-Chef Mahrer zu ihrer nächsten Mega-Krise. Die Partei ist in der letzten oe24-Umfrage bereits auf 19 % gefallen – wenn sie die "Causa Ruck" nicht bald löst, wird sie so wie die SPÖ Richtung 15 % abstürzen.

Der Ruck-Tritt des Wiener Wirtschaftskammer-Chefs ist unvermeidlich. Nicht weil Ruck in seinen Telefon-Protokollen (bisher) irgendeine strafbare Handlung nachgewiesen wurde – sondern weil er für die Sozialpartnerschaft, für die ÖVP-SPÖ-Koalition (inklusive Neos), vor allem aber für die Volkspartei ein verheerendes Sittenbild aufzeigt: Alle wichtigen Macht-Fragen werden im Weinkeller, bei einer Stelze oder im Schloss ausgepackelt; Parteifreunde und Familienmitglieder mit bestbezahlten Posten versorgt; die schwarzen und roten Bonzen teilen sich die Republik auf unverschämteste Weise auf.

Walter Ruck zerstört gerade den letzten Rest Vertrauen, den ÖVP- und SPÖ-Wähler noch in unser Polit-System haben. Und er reißt seine gesamte Polit-Umgebung mit in den Abgrund: Vor allem ÖVP-Chef Stocker und die Volkspartei, die von Ruck und seinem Wirtschaftsbund entscheidend finanziert wird.

Wenn die "Causa Ruck" nicht bald gelöst wird, stürzt auch Stocker. Dann wollen die Länder-Chefs rund um Mikl-Leitner einen Kanzler- und Obmannwechsel, vielleicht sogar Neuwahlen. Dann ist Stocker "Dead Man Walking".