Um 2,65 Mio. Euro

OÖ bekommt neues KI-Zentrum für Industrie

© JKU/Hertha Hurnaus/KK
Fünf große Industriebetriebe beteiligen sich an dem Projekt auf dem JKU-Campus. Investiert wird in den kommenden drei Jahren.
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Linz. Oberösterreich bekommt ein neues Zentrum für Künstliche Intelligenz (KI). Das "Center of Excellence for Physical and Industrial AI" wird auf dem Campus der Johannes Kepler Universität (JKU) in Linz angesiedelt und soll im Oktober starten. Ziel ist es, internationale Innovationen schneller in heimische Industriebetriebe zu bringen und Unternehmen mit Start-ups sowie Technologiepartnern aus aller Welt zu vernetzen.

Das Land Oberösterreich investiert in den kommenden drei Jahren insgesamt 2,65 Millionen Euro in das Projekt. Die Abwicklung auf Landesseite übernimmt der oberösterreichische Start-up-Inkubator tech2b.

Fünf Industriebetriebe als Partner

Als Kooperationspartner sind Keba, Primetals Technologies, Swietelsky, TGW Logistics und voestalpine an Bord. Die fünf Industriebetriebe zahlen jeweils einen Jahresbeitrag von 250.000 Euro.

Eine zentrale Rolle übernimmt die internationale Innovationsplattform Plug and Play. Sie soll weltweit nach Start-ups und Technologien suchen, die Lösungen für konkrete Aufgabenstellungen der beteiligten Unternehmen anbieten können. Im Mittelpunkt stehen Anwendungen von Künstlicher Intelligenz in der Produktion, im Anlagenbau, in der Logistik, im Engineering und in der Bauwirtschaft.

Damit sollen oberösterreichische Unternehmen schneller Zugang zu neuen Technologien erhalten und gleichzeitig internationale Start-ups mit der heimischen Industrie zusammengebracht werden.

Wertschöpfung soll in Oberösterreich bleiben

Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) bezeichnet die Partnerschaft als wichtigen Schritt für den Industrie- und Innovationsstandort Oberösterreich. Neue Technologien sollen seiner Ansicht nach nicht nur anderswo für Wertschöpfung und Arbeitsplätze sorgen, sondern verstärkt in Oberösterreich eingesetzt werden.

Von dem neuen KI-Zentrum erwartet sich das Land zudem eine stärkere internationale Sichtbarkeit. Oberösterreich soll sich damit im weltweiten Wettbewerb um neue Technologien und innovative Unternehmen besser positionieren.