Wahlen
Merz droht nächstes Debakel: CDU könnte aus Parlament fliegen
Zehn Tage vor der Wahl muss die CDU um den Einzug in den Schweriner Landtag bangen. In einer aktuellen INSA-Umfrage für den Nordkurier kommen die Christdemokraten nur noch auf 7 Prozent und nähern sich damit immer mehr der 5-Prozent-Hürde. Bei einer Fehlertoleranz der Umfrage von 3.1 Prozentpunkten steht Spitzenkandidat Daniel Peters unter Druck. Stärkste Kraft bleibt laut der Umfrage die AfD mit 36 Prozent. Die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig liegt mit 33 Prozent dicht dahinter. Drittstärkste Kraft ist die Linke mit 11 Prozent. Um den Einzug in den Landtag müssen auch die Grünen mit 5 Prozent und das BSW mit 4 Prozent kämpfen. Die FDP wird nicht einzeln ausgewiesen, sondern ist Teil der "Sonstigen", die insgesamt auf 4 Prozent kommen. Rechnerisch möglich und politisch realistisch wäre demnach nur eine rot-rot-grüne Koalition unter Ministerpräsidentin Schwesig.
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Forderung nach Rücktritt von Merz
Die CDU in Mecklenburg-Vorpommern versucht im Wahlkampf, sich deutlich von der Bundes-CDU und Friedrich Merz (70) zu distanzieren. Vize-Landeschef Tino Schomann (38) fordert sogar offen den Rücktritt des Kanzlers. Mit Blick auf Merz sagt er: "Wir brauchen eine Persönlichkeit, die Empathie, Glaubwürdigkeit und Verlässlichkeit vermittelt. Er hat gezeigt, dass er das nicht kann." Schomann wird deutlich: "Er muss runter vom Sessel, und da muss ein anderer rauf."
Kritik und Distanz im Wahlkampf
Sein Landeschef Daniel Peters widerspricht ihm: "Personaldebatten helfen uns nicht weiter." Aber auch Peters geht auf Distanz zum Kanzler. Der Spitzenkandidat betont: "Friedrich Merz steht nicht zur Wahl, sondern ich und die Kandidatinnen und Kandidaten der Union in Mecklenburg-Vorpommern."
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