Liegt unter See
Deutschlands größter Vulkan droht auszubrechen
Forscher beobachten den Laacher See im Westen Deutschlands seit mehreren Jahren intensiv. Zwischen September 2022 und August 2023 registrierten Messstationen über 500 Mikro-Erdbeben unter dem Gewässer. Der See entstand vor etwa 13.000 Jahren an der Ausbruchsstelle eines Vulkans. Geophysiker stufen die Messungen im Bereich der Osteifel als potenziell bedeutsam für die künftige Entwicklung des Vulkansystems ein, das zu den bedeutendsten und gefährlichsten des Landes zählt. Auch in Österreich verfolgen Geowissenschaftler solche weltweiten Naturphänomene aufmerksam.
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Ausbruch mit enormer Wucht
Der letzte Ausbruch vor rund 13.000 Jahren entfaltete eine Kraft wie 500 Atombomben. Die Asche flog damals bis nach Schweden und Italien und überdeckte weite Teile Mitteleuropas. Experten plädieren seit Jahren für eine kontinuierliche Überwachung des Ortes, um Veränderungen frühzeitig zu erkennen.
Signale aus der Tiefe
Unter der Erde regt sich weiterhin etwas. Im Oktober 2025 meldeten Wissenschaftler erneut eine leichte Zunahme der Erdbebenaktivität in der Osteifel. Bereits eine Studie aus dem Jahr 2019 hatte ähnliche Bewegungen festgestellt. Diese Signale werden als "Deep-Low-Frequency"-Beben (DLF) bezeichnet. Die Erschütterungen gelten als Indiz dafür, dass der Laacher-See-Vulkan eines Tages wieder ausbrechen könnte.
Überbleibsel der letzten Explosion
Zentrum der Untersuchungen bleibt der Laacher See in Rheinland-Pfalz, der größte See des Bundeslandes. In der Osteifel erstreckt sich ein Vulkanfeld mit rund 100 einzelnen Vulkanen, deren geologische Geschichte bis in das Quartär zurückreicht und die Landschaft prägt.
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