Drama auf Borneo

Orang Utans wurden aus den Flammen gerettet

© Jutta Hof/Zoo Frankfurt
In einer dramatischen Rettungsaktion konnten die Tiere gerade noch gerettet werden.
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Drama im Flammensturm: auf den indonesischen Inseln Sumatra und Borneo wüten seit Wochen Waldbrände. Eine Gruppe Orang-Utans konnte aber erfolgreich aus dem Flammenmeer gerettet werden.

Verzweifelte Versuche zu überleben

Auf der Insel Borneo kam es zu herzzerreißenden Szenen: das Affenmännchen "Bara" klammerte sich in den dichten Rauchschwaden an einen fast schon kahlen Baum. Tierschützer konnten "Bara" aus den Rauchschwaden befreien.

Das Tier sei relativ gesund und kam mit leichten Verbrennungen davon.

Auf "Bara" kommen jetzt erst einmal ruhigere Tage zu. Das Affenmännchen soll Schutzgebiet in Zentral-Kalimantan aufgepeppelt werden.

Um das Weibchen steht es schlechter

Schlechter dagegen steht es um "Novita". Das junge Weibchen wurde ebenfalls von einer Baumspitze gerettet, sie muss aber immer noch das Bett hüte unter ärztlicher Kontrolle. Von dem Rettungsteam wurde sie vor ihrer Bergung betäubt und dann direkt mit Sauerstoff und über einen Tropf mit Flüssigkeit versorgt. "Novita wird weiterhin intensivmedizinisch behandelt", berichtete der Leiter der Naturschutzbehörde. Bleibende Schäden sind zu befürchten.

Doch für die Inseln geht der Schockzustand nicht so schnell vorüber. Die Flammen-Infernos dauern an, schon 202.000 Hektar sind zwischen Jänner und Juli abgebrannt, doch das waren nur die offiziellen Zahlen. Beobachter gehen von einer viermal so großen Fläche aus.