Um 600.000 Euro

Ort kauft sich Strandlokal - mit Steuergeld

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Eine kleine Gemeinde in Schleswig-Holstein will ein insolventes Strandlokal übernehmen – obwohl der Haushalt deutlich im Minus liegt.
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Strande nördlich von Kiel plant, das Bistro "Stranders" mit öffentlichen Mitteln und zusätzlichen Krediten zu kaufen. Ein Teil des Geldes soll aus dem milliardenschweren Infrastruktur-Sondervermögen des Bundes kommen.

Das Lokal liegt direkt an der Kieler Außenförde und gilt als beliebter Treffpunkt in dem rund 1400 Einwohner zählenden Ort. Anfang 2026 musste der Gastronomiebetrieb Insolvenz anmelden. Nachdem sich kein Investor mit einem überzeugenden Konzept gefunden hatte, entschied sich die Gemeinde für den Kauf.

"Denkbar unglücklich"

Insgesamt werden dafür inklusive Nebenkosten rund 1,2 Millionen Euro veranschlagt. Die Hälfte soll aus dem Sondervermögen für Infrastruktur finanziert werden, die andere Hälfte über zusätzliche Schulden der Gemeinde. Das Vorhaben kommt zu einem ungünstigen Zeitpunkt: Im Haushalt für 2026 fehlt knapp eine Million Euro.

Bürgermeister Holger Klink (CDU) bezeichnete die finanzielle Situation gegenüber den "Kieler Nachrichten" als "denkbar unglücklich", hält den Erwerb aber dennoch für machbar. Er rechnet mit jährlichen Pachteinnahmen von rund 50.000 Euro. Zudem soll das Lokal das gesellschaftliche Leben im Ort stärken. "Es ist sehr wichtig, dass sich das Ehrenamt irgendwo im Ort treffen kann", erklärte Klink.