This Is Me – a Reckoning (dt: Das bin ich – Eine Abrechnung) lautet der Titel der Autobiografie der vergangenen Sonntag verstorbenen US-Schauspielerin Hayden Panettiere (36). Das Buch erschien im Mai dieses Jahres und ist bislang nur im englischen Original zu haben. Wahrscheinlich nicht mehr lange; der tragische und frühe Tod Panettieres hat dazu geführt, dass sich das Werk jetzt auch bei uns gut verkauft. Doch was ist darin zu lesen?
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Viel Kummer und doch positiver Blick
Hart. Wie der Untertitel besagt ist der Inhalt tatsächlich eine Abrechnung der Schauspielerin und zwar zuallererst mit sich selber; sie geht mitunter offen und auch hart mit sich ins Gericht.
Buch nach Strapazen
Bereits der Prolog liest sich wie ein Abriss der einschneidendsten Momente in ihrem Leben: Im Haus ihres Vaters sitzend, nahe New York wo sie aufgewachsen ist, ruht sie sich von den Strapazen der letzten Monate aus, wie sie schreibt. Der geliebte Bruder Jansen kommt ihr in den Sinn, der 2023 viel zu früh verstarb und ohne den sie sich keine Welt vorstellen kann. Sie schreibt auch über ihre Tochter Kaya, die bei ihrem Vater Klitschko lebt, den Panettiere liebevoll Wlad nennt und über den sie kein schlechtes Wort verliert.
Hayden war Optimistin
Sie erwähnt den frühen Karrierestart mit acht Monaten und schreibt von ihrer Suchterkrankung. Die Einschnitte sind tief, aber Panettiere wünscht sich ein Happy End, betont, dass sie eine Optimistin ist, dass sie viel aus den herausfordernden Zeiten gelernt habe: "Ich habe immer entschieden, an Herausforderungen zu wachsen." Dabei ist der Kontrollverlust dank Alkohol- und Aufputschtabletten in ihren Teenie-Jahren unaufhaltbar, die Abhängigkeiten, auch emotional sind zahlreich.
Mutter Lesley, sorgte dafür, dass Hayden mit fünf Jahren bereits in fünfzig Werbungen zu sehen war, trieb die Karriere an. Die beiden hatten zum Schluss kaum noch Kontakt, nachdem sich Hayden von ihr nicht mehr managen lassen wollte, sondern sie "nur" als Mama wollte. Die eigene Familie gab Panettiere nur kurz Halt, nach der Geburt von Tochter Kaya litt sie unter postnatalen Depressionen, ihre Alkoholerkrankung wird schlimmer. Panettieres Buch ist ein bitteres Dokument dafür, dass Erfolg nicht glücklich macht, wenn der Rückhalt in der Welt fehlt.