Friedensmission
Papst Leo telefonierte nach Krebs-OP mit Putin
Nur drei Tage nach seiner Krebs-Operation führte der Pontifex vom Krankenbett aus vertrauliche Telefonate mit Kreml-Machthaber Wladimir Putin sowie dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj.
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Die diplomatische Initiative des Heiligen Stuhls sorgt international für Aufsehen. Am 16. Oktober, exakt drei Tage nach der operativen Entfernung eines Tumors, griff Papst Leo XIV. noch im Spital zum Telefonhörer. Ziel der päpstlichen Intervention war die akute Notlage im Kriegsgebiet russisch besetzten Frontstadt Oleschky. Leo XIV. wandte sich nacheinander an die beiden Konfliktparteien, um eine dringende Feuerpause zu erwirken.
Der Pontifex telefonierte sowohl mit Putin, als auch Selenskyj und verlangte von Moskau und Kiew die rasche Ausrufung einer Waffenruhe entlang des besonders bedrohten Frontabschnitte. Die Zivilbevölkerung benötige dringend humanitäre Hilfsgüter, zudem müssten gefahrlose Korridore für Evakuierungen geschaffen werden. Der russische Präsident sicherte dem Papst während des Gesprächs Unterstützung für die humanitären Bemühungen des Vatikans zu. Einen Tag später, am 17. Oktober, konnte der Kirchenführer das Spital wieder verlassen.
Reaktion nach Telefonat
Nur rund eine Woche nach dem Telefonat zeigte die Initiative Wirkung. Am 23. Oktober einigten sich die Ukraine und Russland mit Vermittlerin Melania Trump tatsächlich auf eine sechstägige Feuerpause. Für die vom Krieg schwer gezeichnete Region bedeutete dieses Abkommen eine der seltenen Verschnaufpausen in den vergangenen Monaten.
Im Vatikan selbst gibt man sich bei der Bewertung der eigenen diplomatischen Hebelwirkung zurückhaltend. Vatikan-Außenminister Erzbischof Paul Gallagher erklärte öffentlich, er glaube nicht an eine direkte operative Rolle des Heiligen Stuhls beim Zustandekommen der Abmachung. Fest steht ungeachtet dieser internen Nuancen jedoch, dass der Papst zuvor persönlich und mit höchstem Nachdruck bei beiden Staatschefs für exakt diese Maßnahme geworben hatte.
Vatikan dementiert Zusammenhang
Papst Leo XIV. stellte am Wochenende unmissverständlich klar, dass er sich mit der temporären Beruhigung an der Front keineswegs zufriedengeben will. Bei seinem traditionellen Angelus-Gebet vor Tausenden Gläubigen auf dem Petersplatz in Rom fand das Kirchenoberhaupt deutliche Worte für die weitere Zukunft der Region.
"Ich hoffe, dass die Zusammenarbeit der Konfliktparteien, die diese notwendige humanitäre Geste ermöglicht hat, den Willen zum Dialog stärkt und zu neuen konkreten Friedensinitiativen führt", betonte der Pontifex in seiner Ansprache. Diese päpstliche Hoffnung könnte bereits in Kürze auf fruchtbaren Boden fallen. Nach offiziellen Angaben von Präsident Selenskyj stehen Anfang November erneute Verhandlungen von Friedensunterhändlern auf dem diplomatischen Fahrplan.