Ukraine-Krieg

"Lügen!" Schwere Vorwürfe gegen Russland

Ein älterer Mann im Anzug spricht auf einer Konferenz, hinter ihm verschiedene Landesflaggen.
© IMAGO/Anadolu Agency
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat dem russischen Außenminister Sergej Lawrow beim G20-Außenministertreffen in den USA vorgeworfen, dort Lügen über den Ukraine-Krieg verbreitet zu haben.
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"Natürlich hat er viele Lügen, viele falsche Darstellungen vorgebracht, die wir anschließend widerlegen konnten", sagte Kallas am Freitag der Nachrichtenagentur AFP. Lawrow habe keine Bereitschaft Moskaus zu Friedensverhandlungen erkennen lassen.

Lawrow sei bei den Beratungen "ziemlich provokant" aufgetreten, sagte ein weiterer europäischer Diplomat vor Journalisten.

Keine Anzeichen für Einlenken Russlands

Auf die Frage, ob Lawrow Anzeichen für ein Einlenken gezeigt habe, antwortete Kallas mit "Nein". "Selbst wenn sie dies mit Worten behaupten würden, sprechen ihre Taten eine andere Sprache", sagte sie über die russische Führung. Die Monate Juli, August und September seien für Zivilisten in der Ukraine die tödlichsten gewesen. Russland müsse "mit Taten zeigen, dass es zu Verhandlungen bereit ist", fügte sie hinzu. "Aber das ist es ganz eindeutig nicht."

Kallas forderte weiteren Druck auf Moskau, insbesondere für eine Waffenruhe im Schwarzen Meer. "Für uns ist ganz klar, dass der Druck auf den Aggressor ausgeübt werden muss, um diesen Krieg zu beenden", sagte sie.

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