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Paris-Krawalle: Leona König schildert Horror-Nacht
Die Bilder brennender Barrikaden und randalierender Gruppen in Paris sorgen international für Bestürzung. Zu den betroffenen Zeugen der jüngsten Vorfälle zählt auch ORF-Moderatorin Leona König, die am Samstagabend in der Metropole an der Seine eintraf und unvermittelt im Zentrum der Proteste landete. Im Gespräch mit oe24 schilderte König die beklemmende Atmosphäre: "Ich bekomme viel mit. Bin genau in der falschen Nacht angekommen. Leider genau an der Straße, wo es losgegangen ist."
Schon beim Verlassen des Taxis bot sich der Moderatorin eine bedrohliche Kulisse auf offener Straße. Randalierer setzten pyrotechnische Geschosse ein, die in unmittelbarer Nähe detonierten. König erinnerte sich mit Schrecken an die ersten Augenblicke nach ihrer Ankunft: "Das wurde wenige Meter neben mir gezündet." Während des Telefonats mit oe24 war die bedrückende Ausnahmesituation über die Leitung deutlich spürbar, denn im Hintergrund heulten unentwegt Polizeisirenen und lautes Geschrei hallte durch die Häuserschluchten. Die TV-Moderatorin erklärte dazu sachlich, dass diese permanente Geräuschkulisse in den Pariser Vierteln derzeit trauriger Alltag sei.
Paris-Krawalle: Leona König schildert Horror-Nacht
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Gefährliche Begegnung im Hauseingang
Obwohl sich die Moderatorin selbst als resolute und keineswegs ängstliche Persönlichkeit einstuft, geriet sie kurz nach dem Eintreffen in eine gefährliche Ausnahmesituation. Vollgepackt mit Reisegepäck und in Begleitung ihres Hundes stand sie vor dem Wohnhaus, um den Sicherheitscode an der Eingangstür einzugeben, als die Lage eskalierte. Im oe24-Talk schilderte sie die beängstigende Szene im Detail: "Ich habe gerade den Code für mein Haus eingegeben und bin mit Hund und Koffern eingetreten, als ein vermummter Mann auf mich zukam. Ich habe gerade die Türe noch vor seiner Nase schließen können."
Der Schock über diesen Zwischenfall saß tief und veränderte die Wahrnehmung der eigenen vier Wände schlagartig. An diesem Abend sei ihr die eigentlich kleine Pariser Wohnung plötzlich riesig und beängstigend vorgekommen, und sowohl sie als auch ihr Hund hätten große Angst ausgestanden. Für die kommenden Tage zeichnet die TV-Frau ein düsteres Bild der Sicherheitslage. Ihrer Einschätzung nach gehen die Unruhen unvermindert weiter, da Kriminelle das Chaos gezielt für Beutezüge nutzen. In der vergangenen Nacht seien zehn vermummte Gestalten in eine Shopping Mall im vierten Bezirk eingebrochen, da Kriminelle die Gunst der Stunde ausnutzen, um im Windschatten der Proteste unerkannt auf Raubzug zu gehen.
Man habe die Polizeipräsenz verstärkt, Leona merke davon aber eher wenig. "Es wurde schnell wieder aufgeräumt, aber natürlich sieht man, dass hier etwas passiert ist."
Düstere Prognose und Kriminalität im Windschatten
Für die kommenden Tage rechnet die Kulturmanagerin keineswegs mit einer schnellen Beruhigung der Lage auf den Pariser Straßen. Sie beobachtet mit großer Sorge, wie gewöhnliche Kriminelle die unübersichtlichen Proteste gezielt für organisierte Beutezüge missbrauchen: "Es geht weiter. Letzte Nacht sind 10 Vermummte in eine Shopping Mall im 4. Bezirk eingebrochen. Die Räuber nutzen das jetzt voll aus, dass sie mit Protestlern verwechselt werden." Die Täter nutzen die Überlastung der Einsatzkräfte somit skrupellos für Einbrüche und Plünderungen aus.
Leona König ist unterdessen nicht die einzige prominente Persönlichkeit aus Österreich, die das Geschehen in der Seine-Metropole hautnah miterlebt. Auch der weltberühmte Bildhauer Erwin Wurm hält sich gegenwärtig in Paris auf. Der gefeierte Ausnahmekünstler meldete sich über die sozialen Netzwerke direkt aus seinem Hotelzimmer, während vor den Fenstern das öffentliche Leben durch Straßenabsperrungen, Sirenengeheul und Straßenschlachten gelähmt wird. Für die österreichischen Gäste vor Ort bleibt die Situation in der französischen Metropole weiterhin von großer Ungewissheit geprägt.