Übernahmeversuch

PayPal spart, wird sonst gefressen

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PayPal verschärft Sparkurs zur Abwehr von Übernahmeversuch: 400 Mio. Dollar sollen bis Jahresende eingespart werden.
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Der Zahlungsdienstleister PayPal will mit einem verschärften Sparkurs sowie leicht angehobenen Jahreszielen den Aktienkurs in die Höhe treiben und einen Übernahmeversuch abwehren. "Wir arbeiten mit Hochdruck daran, unseren Transformationsplan zu präzisieren und unsere Wachstumsstrategie voranzutreiben", sagte Konzernchef Enrique Lores bei der Vorstellung der Quartalsergebnisse am Dienstag.

Anleger überzeugte dies jedoch nicht. Die PayPal-Aktie verlor im vorbörslichen Handel an der Wall Street knapp drei Prozent auf 54,49 Dollar.

400 Mio. Dollar sollen eingespart werden

Das US-Unternehmen will bis zum Jahresende 400 Millionen Dollar (351,22 Mio. Euro) einsparen. Hierzu soll unter anderem die Organisationsstruktur vereinfacht werden. Zudem verspricht sich PayPal vom verstärkten Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) Effizienzgewinne. Der seit März amtierende Firmenchef Lores hatte die Sanierungspläne, die unter anderem eine Aufteilung des Konzerns in drei Geschäftsbereiche vorsehen, vor einigen Monaten angekündigt.

Im abgelaufenen Quartal stieg das Volumen der von PayPal abgewickelten Zahlungen wechselkursbereinigt um neun Prozent auf 486,4 Milliarden Dollar. Der Konzernumsatz legte drei Prozent auf 8,68 Milliarden Dollar zu. Der Gewinn übertraf mit 1,38 Dollar je Aktie die Markterwartungen ebenso wie die beiden anderen Kennziffern. Getrieben wurde das Wachstum von den Bezahldiensten Braintree und Venmo. Letzterer ist vor allem für Direktzahlungen zwischen Privatpersonen über das Handy bekannt. Für das Gesamtjahr rechnet PayPal mit einem Gewinnplus von 1,3 Prozent auf 5,38 Dollar je Aktie. Bisher hatte das Unternehmen einen Gewinn auf dem Niveau des Vorjahreswerts von 5,31 Dollar vorhergesagt.

PayPal kämpft mit sinkender Nachfrage

PayPal kämpft seit dem Ende der Coronavirus-Pandemie mit einer sinkenden Nachfrage, weil Verbraucher wieder verstärkt im stationären Einzelhandel einkaufen. Zudem leidet der Pionier digitaler Zahlungsabwicklung unter wachsender Konkurrenz. Daher hat die Aktie im Vergleich zu ihrem Rekordhoch von 2021 mehr als 80 Prozent ihres Wertes eingebüßt. Der Konkurrent Stripe legte daraufhin vor zwei Wochen eine Übernahmeofferte vor. Er bietet 60,50 Dollar je Aktie oder insgesamt 53 Milliarden Dollar. PayPal wies dieses Angebot, das elf Prozent über dem aktuellen Kurs liegt, als unzureichend zurück.