Qual der Wahl
Pig sucht ORF-Direktoren: So viele haben sich beworben
Nicht weniger als 105 Personen haben sich für einen oder mehrere der ausgeschriebenen ORF-Direktionsposten beworben. Manche reichten Bewerbungen für mehrere der 13 Topjobs ein, womit in Summe 142 Bewerbungen vorliegen, so Pig gegenüber der APA. Etwa die Hälfte kommt aus dem ORF, die andere bewirbt sich von extern. Größtes Interesse herrscht an der neu zu schaffenden Direktion "Audience & Plattformen".
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Pig sprach angesichts der vielen Bewerbungen von einem "starken Zeichen für einen vitalen, attraktiven und zukunftsorientierten ORF". "Sie zeigen eindrucksvoll die Aufbruchstimmung und die große Reform- und Begeisterungsfähigkeit im Unternehmen. Besonders freut mich das hohe Interesse an der neuen Direktion 'Audience & Plattformen'. Im Zusammenspiel mit allen eingegangenen Bewerbungen ist das ein klares Signal des ORF für die digitale Gegenwart und für die gemeinsame Zukunft des österreichischen Medienstandort", hielt Pig fest.
Qual der Wahl: 105 Bewerber für ORF-Direktoren
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Shortlist-Erstellung und Bewerbungsgespräche
Die Bewerbungsfrist für die vier zentralen Direktionen - "Audience und Plattformen", "Finanzen und Verwaltung", "Programm und Brands" sowie "Technologie und Innovation" wie auch die neun Landesdirektionen - ist in der Nacht auf 15. Juli abgelaufen. Am 16. Juli erfolgte laut dem künftigen ORF-Chef die Prüfung der formalen Voraussetzungen der Bewerbungen. In der laufenden Woche werden nun Shortlists für die 13 Jobs erstellt. Ab 27. Juli sollen darauf basierend Bewerbungsgespräche geführt werden und ab 3. August die Nominierungen samt Begründungen an den ORF-Stiftungsrat geliefert werden. Die Entscheidung, ob das von Pig zusammengestellte Team auch bestellt wird, fällt am 11. August in einer Sitzung des Stiftungsrats.
Für die Erstellung der Shortlists, die Bewerbungsgespräche und die Nominierungen greift Pig auf eine Scorecard-Matrix zurück, um ein transparentes, objektives, nachvollziehbares und nicht-diskriminierendes Auswahlverfahren sicherzustellen und damit dem Europäischen Medienfreiheitsgesetz (EMFA), dem ORF-Gesetz und der Geschäftsordnung des Stiftungsrats zu entsprechen. Die Scorecard-Matrix beinhaltet unterschiedliche Kriterien in den Kategorien "Basisanforderungen", "Funktionale Anforderungen" und "Management-Anforderungen". Für die Landesdirektionen ist sie identisch, für die vier Zentraldirektionen variiert sie teils aufgrund direktionsspezifischer Anforderungen.
Externe Experten hinzugezogen
Pig zieht für das Auswahlverfahren zwei externe Experten hinzu, die bei Shortlist-Erstellung und Durchführung der Bewerbungsgespräche beraten. Dabei handelt es sich um Kathrin Schulte aus Hamburg, Beraterin für HR Executive Search und Leadership Assessment, als auch Bakel Walden aus Zürich, Berater für digitale Transformation und Public Value. Als klares Ziel formulierte Pig, Ausgewogenheit beim Geschlechterverhältnis herzustellen. Rund 60 Prozent der Bewerbungen stammen von Männern, 40 Prozent von Frauen.
Nur wenige Bewerberinnen und Bewerber haben dabei ihre Bewerbung öffentlich gemacht. Darunter finden sich etwa ORF-Programmdirektorin Stefanie Groiss-Horowitz, ORF-Technikdirektor Harald Kräuter, ORF III-Co-Geschäftsführerin Kathrin Zierhut-Kunz und mehrere gegenwärtige Landesdirektoren wie Edgar Weinzettl (Wien), Esther Mitterstieler (Tirol), Werner Herics (Burgenland). Von außen hat sich etwa Medienberater Matthias Settele beworben.