Gericht
Pitt & Jolie: Millionen-Streit geht in die nächste Runde
Der jahrelange Rechtsstreit zwischen den beiden Hollywood-Größen geht in eine neue Runde. Im Mittelpunkt des Verfahrens steht der Verkauf von Jolies 40-Prozent-Anteil an der Weinfirma Nouvel, zu der das Anwesen Château Miraval in der französischen Provence gehört.
Brad Pitt wirft seiner Ex-Frau vor, diesen Anteil ohne seine Zustimmung und entgegen früheren Vereinbarungen an den russischen Oligarchen Yuri Shefler (58) veräußert zu haben, und hält den Deal deshalb für ungültig. Das frühere Traumpaar hatte das Weingut 2008 gepachtet und vier Jahre später für geschätzte 60 Millionen Dollar erworben. Seit der Trennung im Jahr 2016 beschäftigen die Auseinandersetzungen rund um das Anwesen die Gerichte.
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Pitt fordert Einsicht in Verträge und Filmgagen
Nach Informationen des Promi-Portals "TMZ" verlangt Pitt nun die Einsicht in Jolies Finanzunterlagen zwischen den Jahren 2017 und 2021. Damit möchte der Schauspieler überprüfen, ob Jolies Begründung für den Anteilsverkauf zutrifft. Pitts Anwälte argumentieren, Jolie habe nach der Trennung weiterhin erfolgreich gearbeitet und Millionen verdient – unter anderem durch ihre Rollen in Großprojekten wie "Maleficent: Mächte der Finsternis", Marvels "Eternals" und "Those Who Wish Me Dead". Dies stehe im Widerspruch zu ihrer Aussage, sie habe ihren Anteil verkauft, um finanziell unabhängig zu werden. Gefordert werden Informationen über Filmgagen, Werbeverträge sowie Gewinnbeteiligungen. Da Jolie die von Pitts Anwälten zunächst zugesagte Herausgabe verweigert, soll nun ein Richter die Offenlegung anordnen.
Jolie wehrt sich gegen die Forderungen
Angelina Jolie weist die verlangten Einblicke strikt zurück. Sie argumentiert, dass Pitt bereits im Rahmen des Scheidungsverfahrens, das 2024 rechtskräftig abgeschlossen wurde, umfassenden Einblick in ihre Finanzen erhalten habe. Zudem bestreitet die 51-Jährige, jemals behauptet zu haben, der Verkauf sei aus finanzieller Not erfolgte. Ihr Anwalt stellte dazu klar: "Die Frage ist nicht, ob Jolie das Geld brauchte. Es geht darum, dass sie ihr Leben und ihre Finanzen von ihrem kontrollierenden und missbräuchlichen Ex-Mann lösen wollte. Dieser Unterschied ist entscheidend." Ihre Vertretung wirft Pitt vor, ihr falsche Aussagen zu unterstellen. Jolie zeigt sich zwar bereit, bestimmte Finanzunterlagen vorzulegen, verwehrt sich jedoch gegen die weitergehenden Dokumente. Die finale Entscheidung liegt nun beim zuständigen Gericht.