Kaffe-Institution

Plachutta und Friese retten Café Engländer

© Café Engländer
Das Café Engländer bekommt neue Eigentümer. Nach der Insolvenz der Betreibergesellschaft sichern Plachutta und Friese die Zukunft des Traditionslokals.
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Nach dem Bräunerhof sichern sich die Gastronomiefamilien Plachutta und Friese nun die nächste Wiener Kaffeehaus-Institution. Wie der "Falter" berichtet, übernehmen sie das Café Engländer in der Innenstadt und wollen den traditionsreichen Treffpunkt in seiner bisherigen Form weiterführen. Die Zukunft des Lokals war zuletzt offen. Nach dem Tod des Betreibers Christian Wukonigg hatte die Betreibergesellschaft Insolvenz angemeldet. In dem darauffolgenden Bieterverfahren setzten sich schließlich Plachutta und Friese durch.

Charakter des Engländer soll bleiben

Für die Stammgäste soll sich durch den Eigentümerwechsel möglichst wenig ändern. Das Café Engländer nahe dem Stadtpark soll auch künftig in seiner bisherigen Art geführt werden, zudem soll das vertraute Erscheinungsbild erhalten bleiben. Größere Änderungen am Konzept sind nicht vorgesehen. Damit setzen die neuen Eigentümer bewusst auf Kontinuität. Der über Jahre gewachsene Charakter des Hauses soll bewahrt werden, gleichzeitig soll der Betrieb wirtschaftlich für die Zukunft aufgestellt werden.

Zweites gemeinsames Kaffeehaus-Projekt

Für Plachutta und Friese ist das Engländer bereits das zweite gemeinsame Projekt dieser Art. 2025 hatten die beiden Gastronomiefamilien den Bräunerhof in der Stallburggasse übernommen, nachdem auch dort die Zukunft längere Zeit ungewiss gewesen war. Beim Bräunerhof blieb der Charakter des Hauses ebenfalls weitgehend erhalten. Das klassische Wiener Kaffeehaus ist eng mit der Literaturgeschichte verbunden. Zu seinen bekanntesten Stammgästen zählte Schriftsteller Thomas Bernhard.

Zwei Gastro-Welten vereint

Mit dem Café Engländer folgt nun ein weiteres prominentes Wiener Lokal. Das Haus gehört seit Jahren zu den etablierten Treffpunkten in der Innenstadt und soll auch nach der Übernahme als solcher bestehen bleiben. Dabei treffen erneut zwei unterschiedliche gastronomische Schwerpunkte aufeinander. Plachutta ist vor allem für Wiener Küche und mehrere Restaurants bekannt, Friese für traditionsreiche Kaffeehäuser. Nach dem Bräunerhof führen die beiden Familien nun auch das Engländer gemeinsam weiter.