Autobauer-Krise

Porsche-Drama: Noch weitere 4000 Jobs wackeln

© Porsche
Tausende Mitarbeiter stehen demnächst vor dem Nichts: Obwohl bei Porsche bereits der Abbau von 9.000 Stellen vereinbart ist, sollen nach Informationen des Handelsblatts zusätzlich 4.100 Mitarbeiter freigestellt werden - womit insgesamt mehr als 13.000 Arbeitsplätze wegfallen könnten.
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Für die Markengruppe "Sport Luxury", zu der Porsche gehört, sei dort eine Reduktion um "rund 4,1 Tausend Mitarbeiter" vorgesehen – ausdrücklich "zusätzlich zu bestehenden Vereinbarungen". Volkswagen und Porsche äußerten sich dazu nicht.

Bereits vereinbart ist ein umfangreicher Personalabbau. Im ersten Sparpaket 2025 waren 3900 Stellen bei Porsche und etwa 500 Jobs bei Tochterunternehmen vorgesehen. Ende Juli einigten sich Vorstand und Gesamtbetriebsrat auf weitere 5000 Stellen bis 2035, vor allem über Fluktuation, Altersteilzeit und Aufhebungsverträge. Betriebsbedingte Kündigungen in Zuffenhausen und Weissach sind bis 2035 ausgeschlossen.

Porsche sicherte den beiden Standorten Investitionen von insgesamt 2,1 Milliarden Euro zu. Leipzig war in dem Zukunftspaket nicht erfasst. Zusammen liegen die bisher beschlossenen Kürzungen bei knapp 9000 Stellen – rund einem Fünftel der früheren Belegschaft von knapp 23.000.

Weniger Umsatzrendite

Anlass für die neue Job-Debatte ist die Sorge in Wolfsburg, das Sparpaket reiche nicht. Volkswagen hatte am Freitag die Prognose für die Umsatzrendite 2026 auf höchstens ein Prozent gesenkt, zuvor waren 4,0 bis 5,5 Prozent genannt worden.

Ein wesentlicher Grund war eine Wertberichtigung bei Porsche: Laut Handelsblatt soll Porsche sein Ergebnis bis Ende des Jahrzehnts um 3,8 Milliarden Euro verbessern. Bei den Gemeinkosten seien 1,8 Milliarden Euro Einsparungen vorgesehen, hinterlegt bislang aber nur Maßnahmen über 1,1 Milliarden Euro. Es fehlten damit 700 Millionen Euro – ein Bereich, in dem auch Verwaltung und Personal liegen. Ein Insider hatte das Juli-Paket zuvor als ausreichend beschrieben.