NÖ-Betriebe

Preissturz: Große Sorge bei Schweine-Bauern

© Leopold Kirner
Der Preis für Schweinefleisch ist in den vergangenen Monaten massiv eingebrochen. Für viele Schweinebauern in Niederösterreich wird die Lage zunehmend dramatischer.
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Auslöser für die Abwärtsspirale der Schweinefleisch-Preise ist die Afrikanische Schweinepest, die in China zu einer Importsperre spanischer Lebensmittelgüter geführt hat. Das Fleisch, das nicht mehr nach Asien exportiert werden kann, landet nun verstärkt am europäischen Markt und setzt hier die Preise unter Druck. Die Folgen treffen heimische Produzenten mit voller Wucht. Nach Angaben des Bauernbundes verlieren niederösterreichische Betriebe derzeit bis zu 20 Euro pro verkauftem Schwein. Für zahlreiche Familienunternehmen geht es längst nicht mehr nur um Gewinne, sondern um das wirtschaftliche Überleben.

Die schwierige Marktlage verschärft aber nur den Trend, der in Niederösterreich schon seit Jahren zu beobachten ist. Gab es 2019 noch knapp 5.200 Schweinebetriebe, sind es mittlerweile nur noch rund 3.800. Auch die Zahl der produzierten Tiere ist rückläufig: Wurden vor sechs Jahren noch 726.000 Schweine gehalten, sind es 2025 nur mehr 655.000. Branchenvertreter befürchten, dass sich dieser Abwärtstrend nun weiter beschleunigt.

Gefordert werden daher europaweit gleiche Produktionsstandards sowie eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung in Gastronomie und Großküchen. Niederösterreichische Bauern verweisen darauf, dass heimische Betriebe hohe Tierwohlstandards erfüllen, diese im internationalen Wettbewerb aber oft kaum abgegolten werden.