Wahl-Farce

Putins Bluthund Kadyrow bekam 99,85 Prozent

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Der tschetschenische Machthaber Ramsan Kadyrow hat sich bei seiner Wiederwahl als Oberhaupt der russischen Teilrepublik im Nordkaukasus 99,85 der Stimmen zuschreiben lassen.
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Die von der Wahlbehörde genannte Zahl lag damit noch höher als die 99,73 Prozent bei der vorigen Abstimmung 2021, wie die staatliche Nachrichtenagentur TASS meldete.

Mit Rückendeckung von Kremlchef Wladimir Putin führt Kadyrow (49) die einstige Unruheregion Tschetschenien seit mehr als 20 Jahren diktatorisch. Bürgerrechtler haben schwerste Menschenrechtsverletzungen und Morde an Kritikern verzeichnet. Zugleich gibt es immer wieder Berichte über angeblich schwere Krankheiten Kadyrows. In der Öffentlichkeit versucht er, seinen Sohn Adam (18) als möglichen Nachfolger aufzubauen.

Gouverneure in Grenzregionen werden wiedergewählt

Parallel zur russischen Parlamentswahl wurden am vergangenen Wochenende in acht Regionen auch die Gouverneure oder Oberhäupter direkt gewählt. Im Gebiet Belgorod, das an die Ukraine grenzt und vom Krieg besonders betroffen ist, kam der vom Kreml 2025 eingesetzte Gouverneur Alexander Schuwajew offiziell auf 65,9 Prozent der Stimmen. Für den ebenfalls neuen Gouverneur Jegor Kowaltschuk im Grenzgebiet Brjansk wurde vorläufig ein Ergebnis um die 69 Prozent genannt.