Großes Rätsel
Putins private 100-Millionen-Yacht vor Dänen-Küste gesichtet
Der Konvoi mit der Luxusjacht wurde am Montagmorgen auf Höhe von Anholt gesichtet. Die dänische Marine und die deutsche Küstenwache verfolgen die russischen Schiffe bereits seit Sonntag.
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Bleibt der Kurs unverändert, dürfte der Konvoi am selben Tag gegen 14:00 Uhr Skagen erreichen. Entdeckt hat den Konvoi das dänische Rechercheteam DR Verifier. Demnach wird die mehr als 80 Meter lange Superjacht von einem russischen Zerstörer und einem weiteren Patrouillenboot der Russen-Marine eskortiert. Fotos von Schifffahrtsbeobachtern sowie Daten internationaler Schiffsverkehrsseiten dokumentieren die Fahrt. Die "Graceful" passierte dänische Gewässer und lief gegen Mitternacht durch den Großen Belt.
Jacht nicht auf Radar
Besonders interessant ist, dass der Transponder der Jacht seit dem 30. August 2022 abgeschaltet ist – also wenige Monate nach dem russischen Überfall auf die Ukraine. Seitdem bewegt sich das Schiff weitgehend unter dem Radar und kann nicht geortet werden. Zuletzt wurde es in der Ostsee vor St. Petersburg gesichtet. Der Konvoi bleibt jedoch keineswegs unbeobachtet. Aktuell fährt das dänische Patrouillenboot P521 "Freja" direkt hinter dem russischen Verband her.
Streitkräfte überwachen Route
Das dänische Verteidigungskommando erklärte bei DR Verifier die Situation: "Die dänischen Streitkräfte überwachen routinemäßig Schiffe, einschließlich ausländischer Staatsschiffe, die mit entsprechenden Fähigkeiten durch dänische Meerengen und Gewässer fahren." Die "Graceful" soll laut Forbes einen Wert von mehr als 100 Millionen Euro haben. Welchen konkreten Zielhafen die Putin-Jacht und ihre militärische Eskorte im Visier haben, bleibt bislang ein absolutes Rätsel.