Drama in Schönbrunn
Rätsel um tote Antilope: Doch kein Abschuss?
Ende März hatte der mutmaßliche Abschuss einer Antilope im Tiergarten Schönbrunn österreichweit für Aufsehen gesorgt. Eine Tierpflegerin fand ein totes Jungtier im Gehege - erste tierärztliche Untersuchungen deuteten auf eine mögliche Schussverletzung hin. Videoaufnahmen schienen den Verdacht zu stützen: Darauf soll zu sehen gewesen sein, wie das Tier mit seiner Herde unterwegs war und plötzlich zusammenbrach. Auch die Polizei wollte einen Abschuss nicht ausschließen, der sogar von außerhalb des Zoogeländes abgegeben worden sein könnte.
In den Wochen danach wurde intensiv ermittelt. Beamte suchten nach Hinweisen auf einen möglichen Täter sowie nach einem Projektil. Die Ermittler prüften zahlreiche Spuren, doch ein entscheidender Beweis konnte nicht gesichert werden. Mit der Zeit verliefen die Nachforschungen im Sand - nun wurde das Verfahren von der Staatsanwaltschaft Wien ergebnislos eingestellt. Weitere Ermittlungsansätze gebe es nicht mehr, eine mögliche Täterschaft bleibt unbekannt.
Die Polizei verlautbarte gegenüber MeinBezirk: "Die Obduktion brachte kein eindeutiges Ergebnis." Demnach konnte nicht mit Sicherheit festgestellt werden, ob tatsächlich ein Schuss für den Tod der Antilope verantwortlich war - man habe bei den Ermittlungen jedenfalls "alles ausgeschöpft". Kurios: Das Obduktionsergebnis stehe laut Behörden dennoch "in keinem Widerspruch" zu den tierärztlichen Untersuchungen vom März, die eben auf eine Schussverletzung hingedeutet hatten.