Heuschnupfen

Ragweed auf dem Höhepunkt: Darum leiden Allergiker jetzt besonders

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Niesattacken, juckende Augen und eine ständig laufende Nase: Für Ragweed-Allergiker hat derzeit die belastendste Zeit des Jahres begonnen. Zusätzlich zu den heimischen Pollen werden durch den Wind große Mengen aus Südosteuropa nach Österreich transportiert.
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Wer aktuell plötzlich besonders stark unter Heuschnupfen leidet, reagiert möglicherweise auf Ragweed. Die auch als Ambrosia oder Traubenkraut bekannte Pflanze steht derzeit in Vollblüte. Laut Pollenservice der MedUni Wien befinden wir uns mitten in der typischen Saisonspitze, die gewöhnlich Ende August und Anfang September erreicht wird.

Besonders belastend ist derzeit die Wetterlage: Bei Wind aus südöstlicher Richtung gelangen zusätzliche Ragweedpollen aus Ungarn und anderen Teilen Südosteuropas nach Österreich. Dort ist die Pflanze deutlich stärker verbreitet. Deshalb können die Beschwerden auch in Regionen heftig ausfallen, in denen vergleichsweise wenig Ragweed wächst.

Schon wenige Pollen lösen Beschwerden aus

Ragweed zählt zu den stärksten bekannten Allergieauslösern. Bereits eine geringe Pollenkonzentration kann bei empfindlichen Menschen deutliche Symptome hervorrufen. Eine einzige Pflanze produziert außerdem große Mengen an Pollen, die vom Wind über weite Strecken transportiert werden können.

Typische Beschwerden einer Ragweed-Allergie sind:

  • heftige Niesattacken
  • eine laufende oder verstopfte Nase
  • gerötete, tränende und juckende Augen
  • Kratzen oder Jucken im Hals
  • trockener Husten
  • Kopfschmerzen und Erschöpfung
  • Schlaf- und Konzentrationsprobleme

Anders als bei einer Erkältung treten bei einer Pollenallergie meist kein Fieber und keine Gliederschmerzen auf. Das Nasensekret ist in der Regel klar und wässrig. Typisch ist außerdem, dass sich die Beschwerden im Freien oder bei bestimmten Wetterlagen verschlimmern.

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Ragweed kann allergisches Asthma auslösen

Die Pollen reizen nicht nur Nase und Augen, sondern können auch die unteren Atemwege betreffen. Treten Husten, pfeifende Atemgeräusche, ein Engegefühl in der Brust oder Atemnot auf, sollte das unbedingt ärztlich abgeklärt werden. Unbehandelte Pollenallergien können sich im Laufe der Zeit zu allergischem Asthma entwickeln.

Wer erstmals Ende August unter starken Heuschnupfen-Symptomen leidet, sollte ebenfalls einen Allergietest durchführen lassen. Dadurch lässt sich feststellen, ob tatsächlich Ragweed oder ein anderer Auslöser hinter den Beschwerden steckt.

Das hilft jetzt gegen die Pollenbelastung

Mit einigen einfachen Maßnahmen lässt sich der Kontakt mit Ragweedpollen deutlich reduzieren:

Pollenvorhersage kontrollieren: Allergiker sollten ihre Aktivitäten nach der aktuellen Belastung planen. Bei besonders hohen Werten empfiehlt es sich, längere Aufenthalte und Sport im Freien zu reduzieren.

Nach dem Heimkommen Kleidung wechseln: Pollen haften an Jacken, Hosen und anderen Textilien. Straßenkleidung sollte deshalb nicht im Schlafzimmer abgelegt werden.

Abends Haare waschen: So gelangen weniger Pollen auf Kopfkissen und Bettwäsche. Das kann vor allem nächtliche Beschwerden lindern.

Fenster gezielt öffnen: Gelüftet werden sollte bevorzugt dann, wenn die Pollenkonzentration laut Vorhersage niedrig ist – häufig nach kräftigem Regen. Bei starkem Südostwind bleiben die Fenster besser geschlossen.

Wäsche nicht im Freien trocknen: Auf feuchter Kleidung können sich besonders viele Pollen festsetzen.

Sonnenbrille tragen: Eine große Sonnenbrille schützt die Augen zumindest teilweise vor direktem Pollenkontakt.

Antihistaminika, antiallergische Augentropfen und kortisonhaltige Nasensprays können die Beschwerden lindern. Welche Behandlung geeignet ist, sollte besonders bei starken oder länger anhaltenden Symptomen mit einer Ärztin, einem Arzt oder in der Apotheke besprochen werden.

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Die Belastung kann noch mehrere Wochen dauern

Wie lange die Ragweed-Saison anhält, hängt stark vom Wetter ab. Bei warmen und trockenen Bedingungen kann die Pflanze bis weit in den September hinein Pollen freisetzen, teilweise sogar bis zum ersten Frost.

Für Allergiker heißt das: Die aktuellen Beschwerden dürften nicht sofort verschwinden. Wer die Pollenvorhersage verfolgt, den Kontakt möglichst reduziert und frühzeitig behandelt, kann die besonders belastende Zeit jedoch deutlich besser überstehen.