Mit 87 Jahren

Rammstein-Star Till Lindemann trauert um seine Mutter

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Die Mutter des Rammstein-Sängers ist im Alter von 87 Jahren gestorben. Noch wenige Wochen vor ihrem Tod wollte der Musiker Zeit mit ihr verbringen.
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Brigitte Hildegard Lindemann, die von allen Gitta genannt wurde, ist am Samstag gestorben. Das bestätigte ihre Familie dem NDR. Die Schriftstellerin lebte zuletzt in Mecklenburg-Vorpommern. Die Todesursache ist bisher nicht bekannt.

Till sagte Termin ab, um bei seiner Mutter zu bleiben

Anfang Oktober wollten Mutter und Sohn gemeinsam eine Veranstaltung in der Rostocker Kunsthalle besuchen. Anlass war der 100. Geburtstag von Till Lindemanns verstorbenem Vater Werner Lindemann. Doch Gitta war bereits zu krank, um daran teilzunehmen. Auch Till sagte seinen Besuch ab und blieb stattdessen bei seiner Mutter. Nur wenige Wochen später ist sie nun gestorben.

Rührende Liebeserklärung an ihren Sohn

In ihrem 2023 erschienenen Buch "Meine Fensterplätze" widmete sie Till eine eigene "Liebeserklärung an meinen Sohn". © Getty Images

Wie viel ihr der berühmte Sohn bedeutete, machte Gitta Lindemann immer wieder deutlich. In ihrem 2023 erschienenen Buch "Meine Fensterplätze" widmete sie Till eine eigene "Liebeserklärung an meinen Sohn". Darin schrieb sie: "Wenn ich nicht zufällig seine Mutter wäre, mit diesem Mann wäre ich gerne befreundet."

Besonders beeindruckte sie seine fürsorgliche Seite. So erzählte sie, wie Till seine Großmutter im Rollstuhl zum Weihnachtsessen abholte und ihr beim Essen half. Auch für seine Musik begeisterte sich Gitta. Rammstein-Konzerte besuchte sie gerne. 2019 schwärmte sie gegenüber der "Ostsee-Zeitung": "Ich find’ die Konzerte geil. Diese ganze Atmosphäre. Das hat doch was von Operninszenierungen."

Mutter war selbst eine bekannte Autorin

Gitta Lindemann wurde am 11. April 1939 in Dresden geboren. Sie arbeitete als Journalistin und leitete von 1992 bis 2002 die Kulturredaktion des NDR in Schwerin. Mit ihrem Ehemann Werner Lindemann, einem bekannten DDR-Schriftsteller, hatte sie zwei Kinder: Till und dessen jüngere Schwester Saskia.

Auch im hohen Alter blieb sie der Literatur treu. Im Frühjahr 2026 präsentierte sie auf der Leipziger Buchmesse ihren Gedichtband "Lautlos". Ihre letzten Lebensjahre verbrachte sie in einem kleinen Dorf in Nordwestmecklenburg.