Hausdurchsuchung

Razzia bei AfD: Nazi-Material, Drogen gefunden

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Im Rahmen einer Hausdurchsuchung wegen des Verdachts auf illegalen Waffenbesitz stießen Ermittler bei einem Mitarbeiter der Berliner AfD-Spitzenkandidatin Kristin Brinker auf Drogen und Nazi-Material.
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Bei einem engen Mitarbeiter der AfD-Spitzenkandidatin Kristin Brinker hat diese Woche eine Hausdurchsuchung stattgefunden. Der Mann, Jürgen Sch., arbeitet als persönlicher Mitarbeiter im Wahlkreisbüro in Reinickendorf und wohnt in einem Häuschen im Ortsteil Lichterfelde. Die Ermittler rückten aufgrund eines richterlichen Beschlusses an, da der Verdacht auf illegalen Waffenbesitz bestand. Waffenfunde gab es zwar keine, dafür entdeckten die Beamten Drogen, Gegenstände mit Nazi-Bezug sowie zahlreiches AfD-Material. Vor Ort verwies der Mann auf seine Tätigkeit für die Politikerin.

Versteckte Drogen in einer Schallplatte

Bekannte aus seinem Umfeld beschreiben ihn als aktiven Flohmarktbesucher, der verschiedenste Gegenstände sammelt. Die aufgefundenen Drogen befanden sich angeblich in einer Schallplatte, die er behalten hatte. Die Parteichefin Brinker äußerte sich überrascht über den Fund des Nazi-Materials und betonte, dass es nie Anhaltspunkte für eine entsprechende Gesinnung gegeben habe. Sie verwies auf seine Sammelleidenschaft und kündigte an, die Ergebnisse der Ermittlungen abzuwarten. Der Vorfall fällt mitten in die heiße Phase vor dem Wahlsonntag, wo Brinker mit 18 Prozent in den Umfragen hinter Linke und CDU liegt.

Weiterer Vorfall im Berliner Wahlkampf

Die Razzia ist nicht der einzige Vorfall, der im Vorfeld der Wahl für Aufsehen sorgt. Bereits vergangene Woche gab es Ermittlungsmaßnahmen gegen SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach. Ermittler aus Hannover durchsuchten seine Wohnung im Ortsteil Schöneberg und beschlagnahmten sein Mobiltelefon. Hintergrund dieser Maßnahme sind Nachforschungen zur Vergabe eines Klinikgeländes während seiner früheren Tätigkeit als Regionalpräsident in Niedersachsen. Der Wahlkampf in der deutschen Hauptstadt wird damit kurz vor der Entscheidung von mehreren Justizermittlungen begleitet.