Red Bull mischt nach einem schwachen Saisonstart wieder mit an der Spitze der Formel 1. Auch wenn sich Mercedes den Fahrer- & Konstrukteurstitel heuer fix holen wird, gilt das österreichisch-englische Team als heimischer WM-Gewinner. Grund: Die eigene Motorenherstellung, auch Red Bull Powertrains genannt, ist im Paddock heiß begehrt.
Aston Martin will RB-Motoren
Allen voran Aston Martin, wo Partner Honda derzeit strauchelt, hat großes Interesse. Dennoch schließt Red-Bull-Teamchef Laurent Mekies einen Motorenverkauf an Kundenteams vorerst aus.
Dahinter steckt eine knallharte kaufmännische Kalkulation, bei der Risiko und Ertrag in keinem Verhältnis stehen.
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Bullen-Bosse pfeifen auf 15 Millionen Dollar
Die Rechnung ist einfach: Der Weltverband FIA begrenzt den Verkaufspreis für ein Motoren-Kundenpaket auf maximal 15 Millionen Euro pro Saison. Dem gegenüber stehen die Einnahmen aus dem TV-Topf, die streng nach der Platzierung in der Konstrukteurswertung verteilt werden.
Hier rangieren Red Bull Racing auf Platz 3 (140 bis 150 Millionen US-Dollar) und das Junior-Team Racing Bulls auf Rang 5 (100 bis 110 Millionen US-Dollar). Zusammen erwirtschaften die beiden RB-Teams über 250 Millionen US-Dollar.
Mekies: "Wir sind nicht bereit"
Rüstet Red Bull einen Konkurrenten wie Aston Martin mit dem eigenen Motor aus und verliert dadurch auch nur einen einzigen Rang an das Kundenteam, neutralisiert dieser Preisgeldverlust die Einnahmen aus dem Motorenverkauf sofort vollständig.
Daher stellte RB-Teamchef Mekies nach dem GP in Austin klar: "Führen wir ernsthafte Gespräche mit jemandem über die Belieferung eines anderen Teams? Nein. Wir glauben nicht, dass wir dafür bereit sind."