Wegen Niedrigwasser

Rekord-Dürre legt AKW lahm: Jetzt kommt es zur Not-Abschaltung

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Die anhaltende Dürre hat nun dramatische Folgen für die Energieversorgung Ungarns. Wegen des historisch niedrigen Wasserstands der Donau wird das Atomkraftwerk Paks innerhalb der nächsten Stunden vollständig vom Netz genommen.
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Kühlwasser reicht nicht mehr aus

Wie Regierungschef Péter Magyar bekannt gab, soll das Kernkraftwerk innerhalb der nächsten 24 bis 72 Stunden vollständig abgeschaltet werden. Der Betreiber bestätigte die Maßnahme.

Zwar wäre laut Betreiber derzeit noch genügend Wasser vorhanden, um die Reaktoren grundsätzlich zu kühlen. Das eigentliche Problem liegt jedoch bei den Kühlwasserpumpen: Durch den stark gesunkenen Pegel der Donau liegen deren Ansaugstellen inzwischen oberhalb des Wasserspiegels. Sinkt der Pegel weiter, können die Pumpen ihre Aufgabe nicht mehr erfüllen.

2.000 Megawatt fallen aus

Mit der Abschaltung gehen rund 2.000 Megawatt Erzeugungsleistung verloren. Laut Magyar könne dieser Ausfall jedoch durch Stromimporte kompensiert werden. Die Importkapazität Ungarns liege derzeit zwischen 3.600 und 3.800 Megawatt.

Bereits zuvor hatte das Kraftwerk seine Leistung reduziert: Reaktorblock 3 wurde vollständig abgeschaltet, Block 2 lief nur noch mit halber Leistung. Nach Angaben des Betreibers sank der Wasserstand der Donau zuletzt auf minus 112 Zentimeter.