Damit könnten zusätzliche finanzielle Mittel und Rettungskräfte für besonders betroffene Regionen mobilisiert werden, erklärte Paz am Samstag (Ortszeit) in einer Ansprache an die Bevölkerung.
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"Dieses Phänomen wird sehr schwerwiegende Folgen durch Dürren und Überschwemmungen haben, und wir brauchen die Zusammenarbeit aller Institutionen", sagte Paz. Laut einem in dieser Woche veröffentlichten Regierungsbericht sind mehr als 78.000 Familien in sechs der neun Verwaltungsregionen Boliviens von Dürre betroffen. Zudem gingen mehr als 75.000 Stück Vieh verloren.
Warnung der Vereinten Nationen
Die Vereinten Nationen warnten in dieser Woche, die aktuelle El-Niño-Phase könnte eine bisher beispiellose Stärke erreichen und sogar die seit vier Jahrzehnten verwendeten Messskalen übertreffen. Das natürliche Klimaphänomen tritt alle zwei bis sieben Jahre auf. Dabei erwärmt sich das Oberflächenwasser im zentralen und östlichen tropischen Pazifik, was weltweit Wind- und Niederschlagsmuster verändert.
Auch Nachbarländer Boliviens sind derzeit von den Auswirkungen von El Niño betroffen: In Peru begünstigten die hohen Temperaturen Waldbrände, bei denen mindestens zwölf Menschen ums Leben kamen. In Chiles Hauptstadt Santiago wurde hingegen der regenreichste Oktober seit Beginn der Aufzeichnungen verzeichnet.