Wasser verfärbt sich
Rekordhitze: Badeverbote in Italien
Die anhaltende Rekordhitze sorgt in Italien nicht nur für Temperaturen nahe der 40-Grad-Marke, sondern auch für Probleme an vielen Badeorten. Wegen stark gestiegener Wassertemperaturen breiten sich Algen in Meeren, Seen und Flüssen zunehmend aus. Das Wasser verfärbt sich vielerorts grün, gelb oder braun – teilweise wurden bereits Badeverbote verhängt.
Besonders betroffen sind laut der italienischen Zeitung La Repubblica Küstenabschnitte in Apulien, Latium und der Toskana. Badeverbote oder Warnhinweise gab es unter anderem in Molfetta und Giovinazzo an der Adriaküste, im Badeort Santa Marinella nahe Rom, in der Umgebung von Palermo auf Sizilien, in Marina di Pisa sowie in Genua.
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Gesundheitliche Folgen
Experten warnen, dass einige Algenarten gesundheitliche Beschwerden wie Atemwegsreizungen, Fieber, Übelkeit oder Bindehautentzündungen auslösen können. Andere entziehen dem Wasser Sauerstoff und bringen so das ökologische Gleichgewicht aus dem Takt. Besonders die potenziell giftige Alge Ostreopsis ovata hat sich in den vergangenen Jahren entlang der italienischen Küsten stark ausgebreitet.
Auch im Landesinneren macht die Algenplage zu schaffen. Abschnitte des Flusses Po erscheinen stellenweise wie mit grünem Schleim bedeckt, rund um Padua müssen Einsatzkräfte verstopfte Kanäle reinigen. Am Iseosee in Norditalien wurden bereits mehr als 1.000 Tonnen Algen entfernt. Die außergewöhnliche Hitze setzt Italiens Gewässer damit zunehmend unter Druck – und trübt vielerorts den Badespaß in der Ferienzeit.