Gesundheits-Tipp

Richtig lüften bei Erkältung: Auf diese 2 Dinge kommt es jetzt an

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Wenn Schnupfen, Husten und Halsschmerzen den Körper schwächen, bleiben Fenster in den Wohnungen oft tagelang verriegelt. Doch gerade während einer Erkältungswelle ist der regelmäßige Luftaustausch entscheidend für die Genesung und den Schutz der Mitmenschen.
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Kratzt der Hals, rinnt die Nase und quält der Reizhusten, zieht es die meisten Menschen instinktiv unter die warme Bettdecke. Aus Angst vor Kälte und Zugluft bleibt das Fenster konsequent geschlossen. Das kann sich jedoch rächen: In geschlossenen Räumen reichern sich Krankheitserreger mit jedem Atemzug, Sprechen oder Husten immer weiter an.

Wie ein aktueller Ratgeber des Portals "Utopia" hervorhebt, kommt es bei einem Infekt im Wesentlichen auf die richtige Balance an. Wer zwei zentrale Grundregeln beachtet, sorgt für saubere Raumluft, ohne dass der Wohnbereich empfindlich auskühlt:

Regelmäßiger Luftaustausch: Frische Luft von draußen verdünnt die Virenlast in den Innenräumen nachhaltig.

Schutz vor Auskühlung: Längeres Verweilen in eiskalter Zugluft muss vermieden werden, um die Schleimhäute nicht unnötig zu belasten.

Regel 1: Stoßlüften statt Dauerkippen

Stundenlanges Sitzen bei angekipptem Fenster ist kontraproduktiv. Weit effektiver ist es, die Fenster für einige Minuten komplett sperrangelweit zu öffnen. Wenn baulich machbar, empfiehlt sich ein kurzes Querlüften über gegenüberliegende Fenster, wodurch ein sofortiger Durchzug entsteht.

Auch das Umweltbundesamt rät ausdrücklich zum kurzen Stoßlüften. Wie viele Minuten erforderlich sind, hängt stark von den Außentemperaturen, den Windverhältnissen und der Raumgröße ab. Bei winterlichen Minusgraden oder lebhaftem Wind genügen oft bereits zwei bis drei Minuten. Der große Nutzen laut Umweltbundesamt: Wirksames Lüften reduziert die Konzentration infektiöser Aerosole in der Luft spürbar und minimiert so die Ansteckungsgefahr im gemeinsamen Haushalt – auch wenn es bewährte Hygienemaßnahmen nicht ersetzt.

Regel 2: Zugluft meiden und Feuchtigkeit kontrollieren

Zwar wird eine Erkältung medizinisch durch Viren und nicht durch Kälte verursacht, dennoch warnt das Umweltbundesamt vor Fehlern: Extrem kalte und trockene Luft reizt die oberen Atemwege und kann bestehende Beschwerden wie Reizhusten merklich verschlimmern.

Während des Lüftungsvorgangs sollten Erkrankte daher kurz das Zimmer wechseln oder sich gut einpacken. Zudem ist das Raumklima in der Heizperiode entscheidend:

  • Ein optimaler Richtwert für Wohnräume liegt bei 40 bis 60 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit.
  • Ein Hygrometer im Wohn- oder Schlafzimmer hilft, diesen Feuchtigkeitsbereich verlässlich zu kontrollieren.
  • Ein Übertreiben ist jedoch gefährlich: Wer die Luftfeuchtigkeit künstlich zu stark nach oben treibt, riskiert gesundheitsschädliche Schimmelbildung.

Warum Lüften zwar nicht heilt, aber Mitbewohner schützt

Frische Luft ist kein Allheilmittel: Eine bestehende virale Infektion lässt sich durch Lüften nicht wegblasen oder kurieren. Der entscheidende Nutzen liegt im Fremdschutz innerhalb der Familie oder Wohngemeinschaft.

Werden die Virenpartikel konsequent ins Freie befördert, sinkt das Infektionsrisiko für alle anderen Haushaltsmitglieder in Gemeinschaftsräumen beträchtlich. Besteht enger Kontakt zu Personen mit erhöhtem Risiko für schwere Atemwegserkrankungen, sollten zusätzlich weitere Schutzvorkehrungen wie das Tragen einer gut sitzenden Maske ergriffen werden.