Das sagt Österreich

Rote Angst vor Bablers Drohungen

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Ein Kommentar von oe24-Politik-Chefredakteurin Isabelle Daniel.
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Die Rochaden – Andreas Babler ist an sich als SPÖ-Chef und Vizekanzler Geschichte – stehen auf wackeligen Beinen. Die Roten versuchen einen gefährlichen Spagat. Anders als öffentlich dargestellt, drohte Babler den Seinen am Sonntag mehrere Stunden, dass er bis 2029 bleiben wolle. Mehrmals stand die Sitzung vor Abbruch, was die SPÖ endgültig an den Abgrund gebracht hätte. Die indirekte Drohung Bablers – seine Unterstützer, die wohl rund 15 Prozent in der SPÖ ausmachen – könnten das rote Haus von Wien bis Bregenz anzünden.

Das erklärt, weshalb Babler – obwohl neun SPÖ-Länderorganisationen, Gewerkschaft und Frauen bereits Ablösemehrheiten gegen ihn hatten – so viel rausholen konnten. Die Frage, ob es von der SPÖ legitim sei, den an Krebs erkrankten Marterbauer zum Nachfolger zu designieren, ist zu stellen. So wichtig es für an Krebskranke ist, zu sehen, dass sehr viel möglich ist, so gefährlich ist es, auch nur indirekten Druck auf Marterbauer auszuüben. Einen anderen Nachfolger hätte Babler freilich nicht akzeptiert. Und das beantwortet vielleicht Fragen, weshalb die "Lösung" der Roten so seltsam anmutet.

"Er hätte uns die SPÖ sonst angezündet", sagen zwei Teilnehmer der Sonntagssitzung. Na dann. Freundschaft ist ein SPÖ-Gruß.