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Rote Riesen-Quallen fluten Strand

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An den Stränden der Ostsee in der Lübecker Bucht bot sich ein ungewöhnliches Naturschauspiel. Hunderte rosarote Quallen lagen dort reglos im Sand und flachen Wasser.
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Spaziergänger an den Stränden der Ostsee in der Lübecker Bucht bekamen in diesen Tagen ein ungewöhnliches Schauspiel zu sehen. Die rosa bis rötlich schimmernden Schirme von hunderten Quallen türmten sich dicht an dicht im Sand und flachen Wasser.

Gelbe Haarqualle an der Ostsee

"Bei den Tieren dürfte es sich um Exemplare der Gelben Haarqualle (Cyanea capillata) handeln, die im Volksmund Feuerqualle genannt wird", erklärt Ina Stoltenberg vom GEOMAR Helmholtz Zentrum für Ozeanforschung in Kiel gegenüber kreiszeitung.de. Jüngere und kleinere Exemplare tragen oft eine rosa bis rötliche Färbung. Die Meeresbewohner gehören grundsätzlich zum Ökosystem der Ostsee.

Wind und Strömung treiben Tiere

Dass die Meeresbewohner in größerer Zahl an den Stränden landen, hat klare Gründe: "Quallen gehören zum Plankton, das bedeutet, sie können nicht aktiv gegen Meeresströmungen anschwimmen", so Stoltenberg. "Auflandiger Wind und eine entsprechende Strömung schieben die treibenden Tiere dann direkt an die Küste und die Strände", erklärt die Meeresbiologin. Es handle sich meist um ein lokales Ereignis, wie etwa Anfang der Woche bei Großenbrode vor Fehmarn in Schleswig-Holstein. Zudem geht ihr Lebenszyklus mit dem Sommer zu Ende, weshalb solche Ereignisse vom Herbst bis Januar oder Februar häufiger zu beobachten sind.

Warnung vor Berührung der Tiere

Das Phänomen lässt sich noch länger bestaunen, die Tiere sollten jedoch nicht angefasst werden. "Das Nesselgift kann auch noch nach dem Tod der Tiere einige Zeit wirken", warnt Ina Stoltenberg.