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Ruck-Files: "Ins Hirn geschi**en?"

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Auch Ex-Finanzminister Magnus Brunner kommt in den Ruck-Files vor.
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oe24 liegen neue Auszüge des Ruck-Tonbands vor. Auch die Causa Wien Energie - und die Rolle des damaligen Finanzministers Magnus Brunner (ÖVP) - wird darin ausführlich diskutiert.

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"Wie die Geschichte aufgepoppt ist", erzählte Ruck in dem vertraulichen Gespräch, das heimlich aufgezeichnet wurde, habe Peter (Hanke, damals Finanzstadtrat, Anm.) mit dem Kanzler (damals Karl Nehammer, Anm.) telefoniert. Daraufhin habe es ein Treffen gegeben, wo laut Ruck ein Vertreter der Stadt Wien gemeint habe: "Ok, es könnte sein, dass wir Geld brauchen".

Ruck erklärte weiter: "Inzwischen hat einer von uns, also von unserer Seite, vom Magnus rausgetwittert - und auf einmal große Bombe". Mit Magnus ist offenbar der damalige Finanzminister Brunner (ÖVP) gemeint. Er hat die finanzielle Schieflage damals auch offiziell öffentlich gemacht. Zudem sprach er von "mutmaßlich spekulativen" Geschäften. Der Rechnungshof ortete später in seinem Bericht keine Hinweise auf spekulative Handelsgeschäfte.

"Haben's dir ins Hirn g'schissen?"

Erst zwei Monate vorher sei man "da herunten", also im Weinkeller, gesessen: "Der Peter, der Magnus und ich". Ruck habe sich nämlich gedacht, er bringe die zwei einmal zusammen, "weil der Magnus ist ja an sich ein lässiger Typ". Bei der Causa Wien Energie habe er aber Brunner gefragt: "Haben's dir ins Hirn g'schissen?".

Denn: "Was wäre denn die Alternative gewesen. Dass morgen kein Licht mehr is' in Wien?". Ruck fragte sich, "warum eigentlich?". Der mittlerweile zurückgetretene Wirtschaftskammer-Wien-Präsident führte aus: "Es gibt zwei Dinge: Ich schade dir und gewinne was. Dann hat's einen Sinn, nicht? Deppert für dich, gut für mich. Aber ich schade dir und gewinne nichts: deppert. Das war genauso eine Situation", so Ruck.

SPÖ hat "gar nicht reagiert"

Der SPÖ-Bezirksvorsteher Ernst Nevirvy, er war bei dem aufgezeichneten Gespräch auch dabei, übt auch Kritik an der (Nicht)-Reaktion seiner Partei. Auf Rucks Aussage, die Stadt habe nicht reagiert, meint der SPÖ-Politiker: "Wir haben gar nicht reagiert, zwei Tage später hat der Michi aussimüssen". Damit ist offenbar Wiens Bürgermeister und SPÖ-Chef Michael Ludwig gemeint.

Nevrivy hat sich für seine Äußerungen in dem Gespräch bereits entschuldigt. Er verweist aber auch darauf, dass es sich um eine "widerrechtliche" Aufzeichnung handle.

oe24 hat auch beim Büro von Brunner - er ist mittlerweile EU-Kommissar - angefragt, bisher aber noch keine Antwort erhalten.