Erstes Halbjahr

Rüstungsboom: So viele Exporte wurden genehmigt

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Österreich soll nach dem Willen der Bundesregierung bekanntlich vom Rüstungsboom in Europa profitieren.
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Ausfuhren von Verteidigungs- und Dual-Use-Gütern sollen neu geregelt und damit einfacher und schneller werden. Entsprechende Gesetzesänderungen werden derzeit innerhalb der Koalition abgestimmt. Laut Daten des Wirtschaftsministeriums wurden im ersten Halbjahr 2026 1.041 Exportanträge gestellt, das entspreche einem maximalen Auftragswert von 2 Mrd. Euro.

Davon wurden rund 1,5 Mrd. Euro bereits genehmigt, Aufträge im Wert von rund 500 Mio. Euro sind beantragt, so das Ministerium am Mittwoch. Die Zahl setzt sich zusammen aus 649 Anträgen und einem potenziellen Auftragswert von 1,7 Mrd. Euro für Verteidigungsgüter sowie 392 Anträgen bei Dual-Use-Gütern mit einem Wert von 308 Mio. Euro. Bei Verteidigungsgütern handelt es sich um Geräte wie Pistolen, die im militärischen Bereich und von Privatpersonen (beispielsweise Jägern) genutzt werden können. Von Dual-Use-Gütern ist die Rede, wenn das Material (Sensoren, Laser etc.) sowohl für zivile als auch militärische Zwecke verwendet werden kann.

Exporte von Verteidigungs- und Dual-Use-Gütern sowie Kriegsmaterial sind hierzulande aus Neutralitätsgründen in der Regel genehmigungspflichtig. Die geplanten Vereinfachungen sollen österreichischen Unternehmen laut Ministerium helfen, einen größeren Anteil der wachsenden Aufträge in Europa zu gewinnen.

Minister: "Verfahren digitaler, einfacher und klarer"

„Europa investiert stark in Sicherheit und Verteidigung. Österreichische Unternehmen sollen bei diesen Aufträgen zum Zug kommen. Deshalb machen wir die Verfahren digitaler, einfacher und klarer. So sichern wir Arbeitsplätze und schaffen Chancen für neue Jobs", so Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP).