Bei Förderplattform
Rumänien schießt Sprengstoff-Drohne ab
Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Bukarest wurde die Seedrohne mit der Bordkanone des Kampfjets unschädlich gemacht. Davor hatte die rumänische Küstenwache wegen eines im Schwarzen Meer nur wenige hundert Meter vor der Förderplattform aufgetauchten unbemannten Objekts Alarm geschlagen.
Interims-Verteidigungsminister Radu Miruta (Reformpartei USR) teilte mit, dass ein umgehend einberufener Krisenstab daraufhin zunächst bei der NATO die Befehlsgewalt beantragt habe und wenig später zwei Kampfflugzeuge der rumänischen Luftwaffe aufsteigen ließ. Diese erhielten angesichts der für die Arbeiter der Förderplattform bestehende Gefahr den klaren Befehl zur Zerstörung der Seedrohne - letztere sei mit Sprengstoff beladen gewesen und sei infolge der Schüsse explodiert. Auf Anfrage der rumänischen Behörden habe die ukrainische Seite offiziell klargestellt, dass es sich dabei um kein Objekt ukrainischer Herkunft gehandelt habe, fügte Miruta hinzu.
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Rumänische Militärtaucher hatten bereits vor zehn Tagen zwei unweit der Förderplattform "Neptun Alpha" treibende Flugdrohnen von Typ Gerbera gesprengt. Das Offshore-Förderprojekt "Neptun Deep" im rumänischen Teil des Schwarzen Meeres ist das größte Erdgasprojekt des Landes, es wird zu gleichen Teilen von der OMV-Tochter Petrom und dem rumänischen Staatskonzern Romgaz entwickelt.