Rumänien
Kampfjet schießt Russen-Drohne ab
Donnerstagmorgen entdeckte die rumänische Küstenwache im Schwarzen Meer eine unbemannte, mit Sprengstoff beladene Seedrohne nur wenige hundert Meter von der Gasplattform Neptun Deep entfernt. Zu diesem Zeitpunkt arbeiteten mehrere Hundert Menschen auf der Anlage. Nach Angaben von Rumäniens Verteidigungsminister Radu Miruță (41) wurde im Ministerium umgehend ein Krisenstab eingerichtet. In Abstimmung mit Präsident Nicușor Dan (56) stiegen zwei rumänische F-16-Kampfjets mit Schießerlaubnis auf, um die Arbeiter und die kritische Infrastruktur zu schützen. Die Seedrohne wurde schließlich mit der Bordkanone eines Kampfjets zerstört.
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Keine Herkunft aus der Ukraine
Verteidigungsminister Miruță stellte klar, dass das unbemannte Objekt nicht aus der Ukraine stamme. Dies habe man über direkte Kommunikationskanäle mit den Nachbarstaaten überprüft. Weitere Details zur tatsächlichen Herkunft der Drohne machten die rumänischen Behörden vorerst nicht. Präsident Nicușor Dan gratulierte der Armee sowie den Piloten im Anschluss zum "Erfolg der Mission zur Zerstörung der Drohne". Zudem lobte der Staatschef die Küstenwache für ihre "Schnelligkeit".
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Präsident erhebt schwere Vorwürfe
Dan sprach von einer "gegen die Zeit laufenden Aktion", bei der der "Schutz der Leben der Menschen" auf der Plattform oberste Priorität gehabt habe. Auf X verurteilte der Präsident zudem die "Intensivierung solcher unverantwortlicher Vorfälle seitens der Russischen Föderation". Es war nicht der einzige Zwischenfall in der Region.
Weitere Zwischenfälle im Luftraum
Bereits in der Nacht zum Donnerstag drang laut Verteidigungsministerium eine Drohne nahe Galați in den rumänischen Luftraum ein. Daraufhin stiegen zwei spanische Nato-Kampfjets sowie ein Hubschrauber der rumänischen Luftwaffe auf, bevor das Flugobjekt in einem unbewohnten Gebiet im Kreis Tulcea abstürzte. Bereits am Montag hatte ein spanischer F-18-Jet im Rahmen eines Nato-Einsatzes eine mutmaßlich russische Drohne über Rumänien abgeschossen.
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