Wiens Bürgermeister

Nach Chaos-Gipfel: Jetzt spricht SPÖ-Ludwig

Ein Mann im Anzug spricht gestikulierend in einer Bibliothek oder einem Büro mit Bücherregalen.
© APA/HELMUT FOHRINGER
Nach der turbulenten Sitzung am Sonntag meldet sich nun Wiens Bürgermeister Michael Ludwig zu Wort.
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SPÖ-Chef Andreas Babler zieht sich als Parteichef und Vizekanzler zurück - zumindest auf Raten. Am Montag meldete sich nun Wiens SPÖ-Landesvorsitzender und Bürgermeister Michael Ludwig - er war beim Krisengipfel am Sonntag dabei - zu Wort. Er berichtete, dass es in der SPÖ einen starken Wunsch nach Veränderung gegeben habe. "Dem haben wir Rechnung getragen", betonte er im Gespräch mit Medienvertretern. Er zeigte sich erfreut, dass in der Sitzung mit allen Landesparteichefs, der FSG und den SPÖ-Frauen gemeinsam mit Babler ein Weg gefunden worden sei, wie eine Neuaufstellung aussehen könne.

"Selbstverständlich wollen wir Rücksicht nehmen auf den Genesungsprozess von Markus Marterbauer", beteuerte Ludwig: "Politik ist wichtig, aber Menschlichkeit ist noch wichtiger." Man wolle ihm Zeit geben, wieder gesund zu werden, darum habe man auch eine Lösung gewählt, die erst im kommenden Jahr einen Wechsel vorsehe. Der Bürgermeister verwies darauf, dass Marterbauer zu den beliebtesten Politikern in Österreich zählt. Wichtig sei, dass sichergestellt werde, dass es Stabilität in der Bundesregierung gebe, betonte Ludwig: "Von daher gibt es keine Überraschungen für die Koalitionspartner auf Bundesebene."

Darüber spekulieren, ob Gerhard Zeiler seine Ambitionen zur Übernahme des Parteivorsitzes weiter vorantreibt, wollte der Wiener SPÖ-Chef nicht. "Das obliegt ihm natürlich als Person. Nach den gestrigen Gesprächen halte ich das allerdings nicht für zweckmäßig. Es hat hier keine sehr starke Stimmung gegeben, die ihn unterstützen würde auf diesem Weg." Man solle seine Leistungen als Manager durchaus schätzen. "Er ist ja jetzt erst vor Kurzem ausgezeichnet worden, auch in der USA. Er hat großartige Verdienste in der Medienwelt", sagte Ludwig. Er sehe aber keine Chance, dass er eine Funktion in der SPÖ übernehmen könne.

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