Harvard-Skandal

Elite-Uni zahlt Millionen für geschändete Leichen

Eingangstor einer Universität mit eiserner Verzierung, Bäumen und amerikanischer Flagge im Hintergrund.
© Getty Images
Ein Skandal um gestohlene Leichenteile sorgt für Entsetzen an der US-Eliteuniversität Harvard.
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Der frühere Leiter der Leichenhalle der medizinischen Fakultät, Cedric Lodge (58), hatte zwischen 2018 und 2022 heimlich Körperteile von Verstorbenen entwendet und gemeinsam mit seiner Ehefrau an Käufer verkauft. Nun sollen die Angehörigen der betroffenen Familien entschädigt werden.

Harvard will dafür insgesamt 53 Millionen Dollar (rund 45,5 Millionen Euro) bereitstellen. Ein Gericht in Massachusetts stimmte der außergerichtlichen Einigung vorläufig zu. Die endgültige Entscheidung soll im Dezember fallen.

Die betroffenen Körper wurden der Universität ursprünglich für medizinische Forschungszwecke gespendet. Lodge soll unter anderem Hände, Köpfe, Gesichter und Gehirne aus der Leichenhalle mitgenommen und anschließend an Interessenten weiterverkauft haben. Einige Käufer nutzten die Teile als makabre Sammlerstücke oder für bizarre Kunstprojekte.

"Abscheulich"

Harvard bezeichnete die Taten als "verachtenswert" und "abscheulich" sowie als schweren Verrat an den ethischen Grundsätzen der medizinischen Gemeinschaft.

Lodge wurde Ende 2023 festgenommen und im vergangenen Dezember zu acht Jahren Haft verurteilt. Seine Ehefrau erhielt wegen Beihilfe eine Freiheitsstrafe von einem Jahr und einem Tag. Auch mehrere Käufer der Leichenteile wurden strafrechtlich verurteilt.

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