Putin-Pläne

Russen-Elite zittert von neuer Mobilmachung

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Unter russischen Beamten wächst die Angst vor einer neuen Mobilmachung. Laut Medienberichten bringen Insider ihre Familien und ihr Vermögen ins Ausland.
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Kreml-Beamte und Angestellte von Einberufungsämtern fordern laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg ihre Angehörigen auf, das Land zu verlassen. Zudem versuchen sie, ausländische Bankkonten zu eröffnen und Vermögenswerte ins Ausland zu transferieren. Demnach könnten bis Ende 2026 bis zu 300.000 weitere Menschen in die russische Armee eingezogen werden. Ein ungenannter europäischer Sicherheitsbeamter sprach gegenüber Bloomberg ebenfalls von entsprechenden Plänen. Zusätzlich will Wladimir Putin die Zahl der regionalen Beamten um 15 Prozent reduzieren. Deshalb wächst unter ihnen die Befürchtung, nach einer Entlassung selbst an die Front geschickt zu werden. Der Kreml bestreitet Vorbereitungen für eine Mobilmachung weiterhin offiziell.

Schwierigkeiten an der Frontlinie

An der Front kommt Russland aktuell nur langsam voran. Die ukrainischen Truppen stoppen die Angriffe an mehreren Stellen oder drängen die Einheiten zurück. Gleichzeitig gehen offenbar die Freiwilligen aus: Nach Berechnungen des Russland-Experten Janis Kluge wurden von Januar bis August rund 234.000 neue Freiwillige angeworben. Das sind etwa 26.000 weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Druck auf den Kreml

Aus diesem Grund versuchen russische Militärkommandeure laut dem Institute for the Study of War (ISW), Wladimir Putin zu einer massiven Mobilisierung zu drängen. Eine endgültige Entscheidung des russischen Präsidenten ist dazu allerdings noch nicht gefallen.

Einberufungsbescheide per digitalem System

Anders als im Jahr 2022 könnte die Einberufung diesmal ohne große öffentliche Ankündigung erfolgen. Russland verfügt inzwischen über ein digitales System, das Einberufungsbescheide elektronisch verschickt und Männer sanktioniert, die nicht auf dem Amt erscheinen. Durch das neue System kann Russland Bescheide sogar per SMS versenden.