Tier-Tragödie

Schiffs-Martyrium: Waldviertler Unternehmen muss vor Gericht

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Fast 3.000 Rinder, hunderte Tode, neugeborene Kälber, die kaum eine Chance hatten – und ein Waldviertler Unternehmen mittendrin!
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Die Agro Breeding GmbH von Christian Klinger aus dem Waldviertel muss sich am 10. November 2026 vor Gericht verantworten. Der Vorwurf: fehlende Importbewilligungen und zwei Monate Verspätung beim Schiffstransport von Uruguay in die Türkei. Ein türkischer Importeur fordert Millionen zurück!

Das Martyrium

Die Zustände an Bord waren dem Vernehmen nach unfassbar: Neun Wochen ausharren, kniehoch in Fäkalien, Hunger, Durst – viele der Rinder waren hochträchtig. Mehr als 100 Kälber wurden an Bord geboren, ein Großteil dürfte die Reise nicht überlebt haben. VIER PFOTEN-Kampagnenleiterin Veronika Weissenböck ist empört: „Hunderte Tiere sind gestorben. Es kann nicht sein, dass es für die Verantwortlichen keine Konsequenzen gibt!"

Der Skandal dahinter

Was besonders bitter ist: Vor Gericht geht es ausschließlich um Geld – das Tierleid spielt juristisch keine Rolle! Denn internationale Tiertransporte finden praktisch im rechtsfreien Raum statt. Ein verbindliches internationales Tierschutzgesetz existiert nicht. VIER PFOTEN fordert deshalb ein generelles Verbot von Schiffstiertransporten sowie ein Ende aller Tiertransporte in EU-Drittstaaten.

Österreich exportiert massenhaft Tiere

Die Zahlen sind erschreckend: 2025 exportierte Österreich allein 8.029 Rinder in die MENA-Region – dazu zehntausende weitere Schweine, Ziegen, Schafe und über eine halbe Million Geflügeltiere in Drittstaaten. EU-weit wurden 2024 mehr als drei Millionen lebende Tiere in den Nahen Osten und nach Nordafrika verschifft.