Idee für den ÖFB
Schinkels: »Ich schlage Alaba als Sportdirektor vor«
Das Handy liegt neben meinem Kopfpolster, der Akku ist voll – nur der ÖFB dürfte meine Nummer verschlampt haben. Dabei schreit mein Profil geradezu nach diesem Job! Wenn ich mir die Kandidaten so anschaue, zählen offenbar vor allem Körpergröße und Kopfballstärke. Da kann ich mit meinen 1,69 Metern locker mithalten. Mein einziges ÖFB-Tor hab ich schließlich gegen die Niederlande per Kopf versenkt. Wenn das nicht für die Shortlist reicht, was dann? Vielleicht sollte ich persönlich in Aspern vorbeischauen.
Aber jetzt einmal Schluss mit dem Schmäh: Beim ÖFB geht es um viel mehr als um einen neuen Namen auf der Visitenkarte. Diese Besetzung kann die Zukunft unseres Fußballs entscheiden. Wir verlieren an Glanz, in der Fünfjahreswertung geht’s steil bergab. Es braucht endlich einen Visionär mit Mut, Kreativität und Weitblick – keinen Funktionär, der zuerst bei jedem Landesverband um einen Segen bettelt. Der neue Sportdirektor muss Rangnick die Hand reichen und mit unserem Lieblingsdeutschen eine echte Fußball-Revolution starten. Wer wieder sein eigenes Süppchen kocht, serviert uns am Ende denselben alten Schaß.
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»Wir brauchen wieder echte Fußballer«
Die wichtigste Baustelle ist der Nachwuchs. Wir brauchen wieder echte Fußballer, Torjäger und Kreativköpfe, die Spiele entscheiden. Keine Fußball-Soldaten, die brav in Reih und Glied marschieren und auf den nächsten Befehl warten. Rangnick hat Ideen – jetzt muss einer kommen, der sie mit aller Konsequenz umsetzt.
Und dazu gehört auch, dass endlich Klartext gesprochen wird. Arnautovic haben wir schon verloren, bei David Alaba brennt ebenfalls der Hut. Vom Weltklasse-David ist derzeit wenig zu sehen. Er wirkt unglücklich, verunsichert und weit weg von seiner alten Stärke. Wenn Rangnick wirklich nur die Besten aufstellt, muss er auch vor großen Namen nicht zurückschrecken. Sein Wechsel nach Udine ist für mich ohnehin ein sportlicher Rückschritt. Nach Bayern und Real ist das – bei allem Respekt – eine Schweinstruppe. Diese Ehe steht für mich unter keinem guten Stern! Kapitänsbinde und Non-Playing-Captain-Rolle sind jedenfalls keine Freikarte.
Alaba erfüllt alle Kriterien
Mein nächster Vorschlag kommt deshalb mit einem Augenzwinkern, aber durchaus ernst gemeint: Alaba als Sportdirektor! Internationale Erfahrung, Titel, Weltklasse-Klubs – der Mann hat mehr erlebt als mancher Funktionär auf zehn Lehrgängen. Der ÖFB könnte von ihm lernen. Und seine enge Freundschaft mit Rangnick? Ein zusätzlicher Trumpf!
Auch Marc Janko wäre ein heißer Kandidat. Einer, der den Mund aufmacht, kein Blatt vor den Mund nimmt und sich hoffentlich nicht von der Verband-Verbrüderung einwickeln lässt. Ja-Sager haben wir schließlich genug!
1,69 Meter geballte Kompetenz: Ich bin bereit!
Und wenn Alaba und Janko nicht polarisierend genug sind, dann bleibt nur noch eine echte Größe: ICH! 1,69 Meter Kampfansage, Kopfballungeheuer und ein ÖFB-Tor gegen Holland als Empfehlung. Lieber ÖFB: Schluss mit der Suche.Der richtige Mann steht bereit. Mein Handy auch!
Und wer wissen will, was Peter Schöttel selbst zur Zukunft des österreichischen Fußballs und zur Suche nach seinem Nachfolger zu sagen hat, sollte am Montag unbedingt einschalten: In Frenkie Schinkels' Podcast "GELB-ROT" ist der scheidende ÖFB-Sportdirektor zu Gast.