Neue Pforte zum Park
Schönbrunner Engelstor feierlich eröffnet
Der Schlosspark Schönbrunn verfügt seit Dienstag über einen zusätzlichen Eingang für Besucherinnen und Besucher. Von Hietzing aus kann das Areal ab sofort über das sogenannte Engelstor betreten werden. Für Freude wird die Öffnung der historischen Pforte vor allem bei jenen Ausflüglern sorgen, die mit Öffis über die Kennedybrücke anreisen. Sie gelangen nun rascher in den Park.
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Bisher musste von der U4-Station "Hietzing" ein Spaziergang bis zum Hietzinger Tor absolviert werden. Für Fußgänger - oder gar Menschen mit Kinderwagen - ist dort nicht sonderlich viel Platz. Passanten müssen sich mit einem zum Teil sehr schmalen Gehsteig begnügen. Das sorgt immer wieder für Gedränge.
Neues Portiergebäude errichtet
Das Engelstor liegt nun deutlich näher an der Kennedybrücke, auf der auch Straßenbahnen und Busse halten. Beim neuen Eingang befindet sich ein Portiergebäude. Was anmutet wie ein frisch renoviertes historisches Objekt, ist in Wahrheit ein Neubau. Er wurde in den vergangenen Monaten errichtet, um den Zugang zu betreuen.
Die Loge lehnt sich architektonisch an eine früher dort befindliche Wachstube an. Diese wurde im Zweiten Weltkrieg beschädigt und später abgetragen. Der Neubau wurde mithilfe eines historischen Fotos geplant. Zusätzlich wurde als Sicherheitsmaßnahme eine Polleranlage installiert, wie sie bereits bei den anderen Toren des Schlossparks zum Einsatz kommt.
650.000 Euro Projektkosten
Das Engelstor wird künftig zu den Parköffnungszeiten für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie für Einsatzfahrzeuge geöffnet sein. Die Projektkosten wurden mit 650.000 Euro beziffert. Sie werden von der Schönbrunn Group, dem Tiergarten Schönbrunn und dem KHM-Museumsverband getragen. Die Portierloge wird von den Bundesgärten besetzt.
"Ich habe nie verstanden, warum man vor einem Tor steht, das verschlossen ist", sagte Tiergarten-Geschäftsführer Stephan Hering-Hagenbeck bei der Eröffnungszeremonie am Dienstag. Er zeigte sich auch mit dem neuen Empfangsgebäude zufrieden: "Es sieht so aus, als hätte es immer da gestanden, was will man mehr." Schloss-Chef Klaus Panholzer lobte die Kooperation zwischen den einzelnen Partnern und verwies auf die jahrzehntelange Vorgeschichte. Denn Forderungen, das Tor für die Allgemeinheit zu öffnen, gab es immer wieder.
Bezirksvorsteherin Johanna Zinkl (ÖVP) und der dritte Landtagspräsident Gerhard Schmid (SPÖ) freuten sich ebenfalls, dass das Engelstor nun durchschritten werden kann. "Der neue Zugang schafft kürzere und sicherere Wege zum Schlosspark und zum Tiergarten", hob Zinkl hervor. (APA)