Trauerzug
Schwächeanfall und Tränen in Oslo
Norwegen. Der Trauermarsch für den verstorbenen norwegischen Monarchen hat sich vom Königspalast in Bewegung gesetzt. Die feierliche Prozession führt über 1,2 Kilometer zur Domkirche, wo am Mittwoch um 13 Uhr der Trauergottesdienst mit einer landesweiten Schweigeminute beginnt. Getragen wird der Sarg dabei von der Ehrengarde des norwegischen Königs. Das Großereignis in Oslo fordert den vielen Mitwirkenden jedoch einiges ab: Auf dem Schlossplatz fiel ein Gardist in Ohnmacht, er wurde aber rasch von weiteren Kollegen versorgt, wie "Bild" berichtet.
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Royals vereint auf letztem Weg
Angeführt wird der Trauerzug vom neuen Monarchen, König Haakon VIII. Er absolviert den schweren Gang zu Fuß und wird dabei von seinen Kindern, Kronprinzessin Ingrid Alexandra und Prinz Sverre Magnus, flankiert. Auch seine Schwester Märtha Louise läuft hinter dem Sarg her.
Die Strecke wird jedoch nicht von allen Familienmitgliedern zu Fuß bewältigt: Haralds 89-jährige Witwe, Königin Sonja, und Haakons Frau, die neue Königin Mette-Marit, die nach einer Lungentransplantation noch geschwächt ist, folgen der Prozession gemeinsam in einem Auto.
Auch weitere ausländische Würdenträger sind angereist, um die letzte Ehre zu erweisen – König Carl Gustaf und Königin Silvia von Schweden, die am Mittwochmorgen in Oslo eintrafen, fahren als Passagiere in einem Bus.
Abschied vom "Großvater der Nation"
Die Menschen in der Hauptstadt zeigten sich schon vor dem eigentlichen Start von Marsch und Gottesdienst zutiefst ergriffen. König Harald V. galt bei seinen Landsleuten als einender Anker und war für seine bodenständige Art sowie seinen Einsatz für Toleranz überaus beliebt.
Bereits kurz nach seinem Tod hatten sich Tausende vor dem Palast versammelt, um schweigend Blumen und Kerzen niederzulegen. Auch in der vergangenen Woche herrschte gewaltiger Andrang: Zahlreiche Menschen warteten oft stundenlang in der Schlange, um sich am aufgebahrten Sarg noch einmal persönlich von ihrem König zu verabschieden.