Der erste Riesentorlauf des Winters beginnt für Österreich mit einem herben Rückschlag. Marco Schwarz, im Vorjahr noch Zweiter in Sölden, scheidet bereits im oberen Streckenteil aus. Während der Kärntner auf dem Rettenbachgletscher am Innenski wegrutscht, setzt Lucas Pinheiro Braathen die Bestzeit. Der Brasilianer führt nach dem ersten Durchgang vor Loïc Meillard (+0,24). Stefan Brennsteiner liegt mit 0,49 Sekunden Rückstand auf Rang drei, sechs Hundertstel vor Superstar Marco Odermatt (+0,55).
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Schwarz rutscht früh weg
Ausgerechnet jener Mann, der im Vorjahr nur 24 Hundertstel hinter Odermatt Zweiter geworden war, erwischte einen Fehlstart. Schwarz geriet schon im oberen Streckenteil in Schwierigkeiten, rutschte über den Skischuh weg, räumte ein Tor ab und schied aus.
"Ein Ausfall ist immer bitter, aber ich werde das nicht überbewerten", sagte der Kärntner. Seinen Fehler nahm er auf die eigene Kappe: "Es war eine relativ gerade Kurssetzung oben, ich wollte die freche Linie probieren. Ich glaube, dass sie ein bisschen zu frech war."
Der 31-Jährige hatte für die neue Saison den Slalom gestrichen, um sich auf Riesentorlauf, Super-G und Abfahrt zu konzentrieren. Im oe24-Interview hatte er vor dem Auftakt noch einen Podestplatz als Ziel ausgegeben.
Braathen setzt die Konkurrenz unter Druck
Die erste Bestzeit aus österreichischer Sicht setzte Brennsteiner. Der Salzburger übernahm mit Startnummer zwei zunächst die Führung und lag 15 Hundertstel vor dem Norweger Atle Lie McGrath.
Dann kam Pinheiro Braathen. Der amtierende Riesentorlauf-Weltcupsieger nahm Brennsteiner 0,49 Sekunden ab und setzte sich an die Spitze.
Auch die großen Namen konnten vorerst nicht kontern. Loïc Meillard verlor vor allem im Schlussabschnitt Zeit, kam aber bis auf 0,24 Sekunden an Braathen heran. Marco Odermatt blieb sechs Hundertstel hinter Brennsteiner. Henrik Kristoffersen büßte im unteren Streckenteil viel Zeit ein.
Für Brennsteiner wäre es der erste Podestplatz in Sölden. Im Vorjahr war er Vierter geworden, einen Monat später feierte er in Copper Mountain seinen ersten Weltcupsieg.
Die restlichen Österreicher nach 30 Läufern
Patrick Feurstein war nach 40 Startern zweitbester Österreicher. Der Vorarlberger verlor vor allem im Steilhang Zeit und lag mit 1,15 Sekunden Rückstand knapp vor Joshua Sturm (+1,16), der eine saubere Fahrt gezeigt hatte.
Riesentorlauf-Weltmeister Raphael Haaser hatte bereits im oberen Streckenteil Probleme und fand danach nicht mehr richtig ins Tempo. Im Ziel fehlten ihm 1,28 Sekunden auf Pinheiro Braathen.
Auch Lukas Feurstein erwischte keinen guten Auftakt. Der Vorarlberger verlor im Steilhang die Linie und büßte viel Zeit ein. Im Flachstück fehlte ihm anschließend das Tempo. Mehr als Zwischenrang 40 war für ihn nicht drin.
Auch Lukas Feurstein erwischte keinen guten Auftakt. Der Vorarlberger verlor im Steilhang die Linie und büßte viel Zeit ein. Im Flachstück fehlte ihm anschließend das Tempo. Mehr als Zwischenrang 40 war für ihn nicht drin.
Wind erschwerte den Auftakt
Schon vor dem Start hatte die Rennleitung wegen des Wetters reagieren müssen. Der ursprüngliche Start wurde nach unten verlegt. Eine kräftige Windböe sorgte unmittelbar vor dem ersten Läufer für eine kurze Verzögerung.
Die Entscheidung fällt im zweiten Durchgang ab 13 Uhr (live ORF 1 und im Sport24-Liveticker).