Toasted-Skin-Syndrom
Schwere Verbrennung: Laptop sorgt für Hautschäden bei Bub
Als der Bub mit den auffälligen Flecken im Spital auftauchte, sah es zunächst nach Blutergüssen aus. Doch eine Verletzung hatte es nicht gegeben. Weil der Bub ansonsten gesund war und keine weiteren Beschwerden hatte, durfte er zunächst wieder nach Hause.
Doch rund zwei Wochen später sah die Sache anders aus: Die Flecken waren dunkler geworden, die Haut schmerzte und begann sich sogar zu schälen.
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Die Lösung lag im Alltag des Buben
Bei einem Gespräch kam schließlich heraus, dass der Bub seinen Laptop täglich mehrere Stunden direkt auf den nackten Bauch legte.
Vor allem während des Ladens wurde das Gerät sehr heiß. Für die Haut bedeutete das eine regelmäßige Belastung über längere Zeit.
Die Ärzte stellten schließlich die Diagnose "Erythema ab igne", auch als "Toasted-Skin-Syndrom" bekannt.
Was hinter dem "Toasted-Skin-Syndrom" steckt
Die Hautveränderung entsteht, wenn eine Körperstelle über längere Zeit immer wieder Wärme ausgesetzt ist. Dabei können bereits Temperaturen ab etwa 43 Grad die oberflächlichen Blutgefäße schädigen. Typisch ist ein fleckiges, netzartiges Muster auf der Haut.
Früher wurde das Problem häufig durch Wärmflaschen, Heizkissen oder andere Wärmequellen ausgelöst. Heute können auch elektronische Geräte eine Rolle spielen.
Besonders wenn ein Laptop über Stunden direkt auf dem Bauch oder den Oberschenkeln liegt, kann die entstehende Wärme die Haut belasten.
Flecken verschwanden wieder
Für den Buben gab es am Ende eine gute Nachricht: Nachdem er den Laptop nicht mehr direkt auf seinen Bauch legte, verschwanden die Hautveränderungen wieder.
Fachleute raten deshalb dazu, Laptops möglichst auf einem Tisch zu verwenden. Wer unterwegs arbeitet, sollte zumindest eine isolierende Unterlage zwischen Gerät und Haut legen.
Denn auch wenn sich ein warmer Laptop zunächst harmlos anfühlt, kann die dauerhafte Hitzeeinwirkung der Haut schaden.