SPÖ-Machtkampf

Seltenheim über Zeiler: "Sprachlos zurückgelassen"

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Top-Manager Gerhard Zeiler will Parteichef der SPÖ werden, das gab er am Wochenende bekannt. Jetzt geht das Babler-Lager zum Gegenangriff über. Im oe24.TV-Interview verteidigt SPÖ-Bundesgeschäftsführer Klaus Seltenheim seinen Parteichef Babler.
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Im oe24.TV-Studie sagte sagte SPÖ Bundesgeschäftsführer Klaus Seltenheim einleitend mit Blick auf den ORF-Auftritt von Gerhard Zeiler am gestrigen Sonntag: "Das ZIB2-Interview hat mich sprachlos zurückgelassen."

Die Kritik: Seltenheim erwarte sich ein klares Konzept, das habe er nicht gesehen.

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Den Vorstoß von Zeiler kommentierte Seltenheim scharf: "Ich halte das für fahrlässig bis verantwortungslos." Er warf Zeiler vor, die SPÖ "mutwillig" zu "destabilisieren".

Mangelndes "Fingerspitzengefühl"

Der Babler-Vertraute zollte Zeiler anderseits Respekt für seinen Lebenslauf, sprach Zeiler aber das "Fingerspitzengefühl" ab, dass dieser jetzt die Debatte in der SPÖ eröffnet habe. Seltenheim wolle über politische Inhalte sprechen und nicht Personaldebatten in der SPÖ führen.

"Herausforderer, den es vielleicht auch gar nicht gibt"

Zeiler nannte er einen "Herausforderer, den es vielleicht auch gar nicht gibt". Seltenheim warf Zeiler weiter vor, an der "Partei vorbei" eine Machtübernahme zu planen.

"Von außen, an den Mitgliedern vorbei", das sei die Strategie von Zeiler, so der Vorwurf von Seltenheim.

Schlechte Umfragen

Seltenheim gestand auch ein, dass die aktuellen Umfragen nicht gut für die Partei seien. Er fordert ein Ende der Personaldebatten innerhalb der Sozialdemokratie. Als Erfolge in der Regierung nannte er den Energiestrompreis.

Auf die Frage, ob Zeiler zu abgehoben sei, wollte sich Seltenheim so nicht äußern, aber er fügte hinzu: "Ich sehe wenig Indizien, dass das ein durchdachtes Projekt ist." Der Babler-Vertraute weiter: "Ich sehe nicht, wie das in der Partei anschlussfähig sein soll." Babler hingegen lobte er. Babler sei ein "nahbarer Kerl".