Verletzungs-Drama
"Sieht nicht gut aus" - DFB-Star droht WM-Aus
Nach der 7:1-Auftaktgala gegen Curacao hat Deutschlands Fußball-Nationalteam am Samstag bei der WM wesentlich härter arbeiten müssen. In Toronto schlug die DFB-Elf die Elfenbeinküste in der Gruppe E nach Rückstand dank eines Doppelpacks von Deniz Undav (68., 94.) mit 2:1 (0:1) und fixierte damit vorzeitig das Sechzehntelfinal-Ticket.
Getrübt wurde die Stimmung allerdings durch eine Verletzung von Nico Schlotterbeck. Der Innenverteidiger verletzte sich beim 2:1-Sieg gegen die Elfenbeinküste bereits nach 13 Minuten am linken Sprunggelenk und musste zur Halbzeit ausgewechselt werden. Trotz Schmerzen und einer Schmerztablette spielte der 26-Jährige zunächst weiter, ehe Antonio Rüdiger seinen Platz übernahm.
Auch interessant
Bundestrainer Julian Nagelsmann äußerte sich nach dem Spiel besorgt. "Es sieht nicht gut aus – leider", sagte der 38-Jährige im ZDF. Der erste Verdacht lautet auf eine Innenbandverletzung im Sprunggelenk. Klarheit soll nun eine MRT-Untersuchung bringen.
WM-Aus droht
Sollte sich der Verdacht bestätigen, droht Schlotterbeck das vorzeitige WM-Aus. Für die deutsche Mannschaft wäre das ein schwerer Rückschlag, gilt der Abwehrspieler von Borussia Dortmund doch als feste Größe in der Defensive neben Jonathan Tah.
Besonders bitter: Erst im vergangenen Jahr hatte Schlotterbeck nach einem Meniskusriss mehr als fünf Monate pausieren müssen. Eine erneute längere Verletzung könnte nun nicht nur seine WM gefährden, sondern auch Auswirkungen auf seine sportliche Zukunft haben. Medienberichten zufolge enthält sein neuer Dortmunder Vertrag eine Ausstiegsklausel, die unter anderem Real Madrid die Möglichkeit geben soll, ihn bis kurz nach dem WM-Finale zu verpflichten.
Nagelsmann verteidigte nach dem Spiel die Entscheidung, Schlotterbeck trotz der Verletzung bis zur Pause weiterspielen zu lassen. "Am Ende ist es immer zum großen Teil auch eine Spielentscheidung, ob er noch performen kann. Und er hat es bis zur Pause noch sehr gut gemacht", erklärte der Bundestrainer.