Die Polizei setzt mit dem Programm "Wien auf Zeit" auf einen neuen Weg im Recruiting. Künftig können Bewerber ihren Dienst zunächst freiwillig für fünf Jahre in Wien antreten und erhalten gleichzeitig die fixe Zusage, danach in ihr Heimatbundesland zurückkehren zu können. Die Idee dahinter: Wien gewinnt dringend benötigte Kräfte für den Streifendienst, während die Bundesländer später von Beamten profitieren, die bereits wertvolle Erfahrung in einer Millionenstadt gesammelt haben. Die regulären Aufnahmen in den Bundesländern bleiben dabei unverändert bestehen.
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Die ersten Aufnahmen im Rahmen des neuen Modells sind für Dezember 2026 vorgesehen. Nach der zweijährigen Ausbildung werden die fertig ausgebildeten Polizisten damit ab Dezember 2028 in Wien ihren Dienst versehen. Wer sich in der Hauptstadt wohlfühlt, kann den Aufenthalt freiwillig um zwei weitere Jahre verlängern oder dauerhaft hier bleiben.
"Wien auf Zeit" hat noch einen weiteren positiven Aspekt: Die Initiative gibt jenen der derzeit 500 Wiener Polizisten eine Perspektive, die nach Jahren des Dienstes in Wien in ein anderes Bundesland versetzt werden wollen. Derartige Versetzungen sind aufgrund des hohen Personalbedarfs aber nur selten möglich und die Wartezeiten – je nach Bundesland – entsprechend lang. Geplant ist, mindestens zehn Prozent der über "Wien auf Zeit" aufgenommenen Kräfte für bestehende Versetzungswünsche zu nutzen.