Royal-Finanzen
So teuer sind die europäischen Monarchien tatsächlich
In Europa leisten sich derzeit zwölf Länder eine Monarchie. Der Unterhalt für Angestellte, Reisen, Sicherheitsvorkehrungen sowie den Erhalt historischer Paläste erfordert erhebliche Mittel. Die Königshäuser nutzen dafür verschiedene Quellen: historische Besitztümer, private Einkünfte aus Immobilien- und Grundbesitz sowie staatliche Apanagen aus der Steuerkasse.
Große Unterschiede bei den Steuergeldern
Beim Blick auf die offiziellen Etats zeigen sich deutliche Abweichungen. Spanien gibt sich mit einem Kernbudget von 8,4 Millionen Euro pro Jahr bescheiden. Norwegens Hof erhielt 2025 rund 27 Millionen Euro, während Belgien auf etwa 43 Millionen Euro kommt. Die Niederlande führen die Liste 2026 mit offiziell 60,8 Millionen Euro an. Großbritannien nutzt den Sovereign Grant, während Schweden auf eine parlamentarisch bewilligte Apanage setzt.
Auch interessant
Hohe Kosten in den Ministerien
Die offiziellen Zahlen umfassen jedoch nicht alle Ausgaben, da erhebliche Mittel über Ministerien für Polizeischutz, Sanierungen oder Staatsreisen fließen. In Spanien schätzen Kritiker die tatsächlichen Gesamtkosten auf über 100 Millionen Euro jährlich. Auch in Belgien ist mehr als die Hälfte des Aufwands in föderalen Haushalten versteckt. Ähnlich werden in den Niederlanden Sicherheit, Schlösser und Reisen über Zusatzbudgets abgewickelt.
Privatvermögen und die steuerlichen Regeln
Beim Privatvermögen liegt das Haus Oranien-Nassau mit geschätzt mehr als einer Milliarde Euro an der Spitze, während Spaniens König Felipe VI. rund 2,6 Millionen Euro besitzt. Bei den Steuern gelten meist Sonderkonditionen: Britische Monarchen zahlen freiwillig Einkommensteuer, wohingegen die niederländischen Bezüge komplett steuerfrei bleiben. Damit setzt sich die Finanzierung aus staatlichen Zuwendungen und privaten Mitteln zusammen.