Bei einer prognostizierten Inflation von 2,6 Prozent bleiben von den 2,9 Prozent Gehaltsplus unterm Strich gerade einmal 0,3 Prozent übrig. Für Fachkräfte und Spezialisten fällt die erwartete Erhöhung mit durchschnittlich 3 Prozent etwas höher aus.
Im Senior, Middle und Lower Management werden jeweils 2,8 Prozent erwartet. Im Top-Management liegt die Prognose bei 2,6 Prozent.
Beim nominellen Gehaltsplus liegt Österreich damit vor Deutschland mit 2,6 Prozent und der Schweiz mit 1,1 Prozent. Bereinigt um die erwartete Inflation schrumpft der Abstand allerdings: In Österreich und Deutschland bleiben jeweils 0,3 Prozent real übrig, in der Schweiz 0,6 Prozent.
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Unternehmen bleiben vorsichtig
Auch bei den wirtschaftlichen Aussichten herrscht Zurückhaltung. 60 Prozent der befragten österreichischen Unternehmen erwarten eine stabile Entwicklung. 21 Prozent blicken optimistisch auf die kommenden Jahre, 19 Prozent sind pessimistisch.
Gleichzeitig scheint sich der Arbeitsmarkt etwas zu entspannen. International sagen mittlerweile 55 Prozent der Unternehmen, offene Stellen seien leichter zu besetzen als im Vorjahr. Bei der vorherigen Befragung waren es noch 46 Prozent.
KI soll bei den Kosten helfen
Künstliche Intelligenz wird für Unternehmen ebenfalls wichtiger. International sehen 59 Prozent KI-Investitionen als Möglichkeit, steigende Lohnkosten abzufedern. Im Vorjahr waren es noch 43 Prozent.
58 Prozent investieren zudem in KI-Weiterbildungen. Bei Neueinstellungen achten 39 Prozent bereits auf entsprechende Kenntnisse. Beim Gehalt selbst spielen KI-Kompetenzen bislang allerdings nur bei fünf Prozent der Unternehmen eine Rolle.
Die Kienbaum-Gehaltsprognose wird jährlich veröffentlicht. Für die aktuelle Erhebung wurden mehr als 1.500 Unternehmen in 41 Ländern befragt.